Air Asia Group hat im zweiten Quartal 2026 bei weitgehend stabilen Umsätzen einen deutlichen Verlust verbucht. Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahr um ein Prozent auf 5,1 Milliarden Ringgit (rund 1,08 Milliarden Euro), obwohl die angebotene Kapazität um elf Prozent reduziert wurde. Belastet wurde das Ergebnis vor allem durch stark gestiegene Kerosinkosten. Die Treibstoffausgaben lagen 58 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das EBITDA blieb mit 442,6 Millionen Ringgit (rund 94 Millionen Euro) positiv, sank jedoch um 56 Prozent.
Unter dem Strich entstand ein Verlust von 830,5 Millionen Ringgit (rund 176 Millionen Euro). Davon entfielen 331 Millionen Ringgit (rund 70 Millionen Euro) auf Wechselkurseffekte. Ohne diese hätte der Verlust 499,6 Millionen Ringgit (rund 106 Millionen Euro) betragen.
Air Asia reagiert mit weiteren Einschnitten: Schwache Langstrecken wurden eingestellt, der Aufbau des geplanten Bahrain-Drehkreuzes verschoben und die Flotten in Indonesien und auf den Philippinen verkleinert. Zudem sollen 2026 insgesamt 25 ältere Flugzeuge an Leasinggeber zurückgegeben werden. Neue Airbus A220 und A321 XLR sollen ab 2028 zur Flotte stoßen.
Bei der Finanzierung führt Air Asia nach eigenen Angaben Gespräche mit lokalen und internationalen Finanzinstituten über Mittel von bis zu einer Milliarde Dollar. Hinzu kommen geplante lokale Kreditlinien von 700 Millionen Ringgit (rund 148 Millionen Euro). Außerdem treibt der Konzern Pläne für die gezielte Ausgabe von Anleihen voran.