Der deutsche Rüstungs- und der deutsche Telekommunikationskonzern wollen gemeinsam ein Schutzsystem gegen Drohnen und Sabotageakte entwickeln. Ziel ist es, Städte sowie kritische Infrastruktur in Deutschland besser gegen hybride Bedrohungen zu sichern. Geplant ist ein sogenannter Multi-Threat-Ansatz, der sowohl Cyberabwehr als auch physischen Objektschutz umfasst. Weitere Details wollen Rheinmetall und die Deutsche Telekom später bekanntgeben.
Rheinmetall bringt dabei seine Erfahrung in Luftverteidigung, Sensorik und autonomen Systemen ein. Die Telekom steuert Know-how bei Kommunikationsnetzen, Datenanalyse und Drohnenerkennung bei. Bereits seit 2017 entwickelt der Konzern Systeme zur Erkennung illegaler Drohnenflüge und setzte diese unter anderem während der Fußball-Europameisterschaft 2024 ein.
Besonders im Fokus stehen künftig auch Drohnen, die über Mobilfunknetze gesteuert werden. Gemeinsam mit der Universität der Bundeswehr Hamburg erforscht die Telekom Verfahren, bei denen das 5G-Netz selbst als eine Art großflächiges Radarsystem genutzt wird, um verdächtige Flugbewegungen zu erkennen.
Bereits Ende 2025 hatte Rheinmetall mit der Hamburger Polizei und der Hafenbehörde eine Partnerschaft zur Drohnenabwehr im Hafen vereinbart.