Über mehrere Wochen hinweg hat Rheinmetall in der deutschen Nordsee die Wrackteile eines US-amerikanischen B-17-Bombers aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht, wie der Konzern am Mittwoch (4. März) mitteilt. Beauftragt wurde die Tochter Rheinmetall Project Solutions von der Firma Amprion Offshore.
Das Wrack wurde im Sommer 2025 in der Nähe des Offshore-Netzanbindungssystems namen DolWin4 entdeckt - einem Energiewendeprojekt in Deutschland. Der Fund in rund 260 Metern Entfernung zur Plattform machte eine Kampfmitteluntersuchung erforderlich.
Rheinmetall übernahm die Planung, Koordination und Durchführung der Untersuchung. Mittels Elektromagnetometer wurden die Lage und das Ausmaß des Wracks zunächst kartiert. Anschließend wurde das Objekt abschnittsweise freigespült. Die Schicht aus Sand, Sediment und Schlick, die direkt über dem Wrack lag, war 1,5 Meter dick.
Die Defense POW/MIA Accounting Agency (DPAA), eine spezialisierte Behörde des US-Verteidigungsministeriums, hat die Untersuchung unterstützt. So konnte die Bombenkammer des B-17-Wracks rasch lokalisiert werden. Über geöffnete Luken ließ sich der Innenraum der Kammer freilegen und überprüfen: Es befanden sich keine Bomben mehr an Bord des Wracks.
Amprion konnte damit den Bereich um die Fundstelle für die weiteren Projektarbeiten freigegeben. Gemäß aktueller Planung sollen die Netzanbindungssysteme im Laufe des Jahres 2028 den Betrieb aufnehmen.