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Tampa gegen Tampa

Nachbarschaftsstreit in Florida: Der große Tampa International Airport verklagte einen kleinen Provinzflughafen vor Gericht. Er hatte Angst vor Verwechslungen.

Tampa International Airport

Der Tampa International Airport: Streit mit dem kleinen Nachbarn.

Aus der Luft sind sie doch reichlich verschieden. Der Tampa International Airport nahe der gleichnamigen Großstadt im amerikanischen Bundesstaat Florida besitzt drei Pisten zwischen 2100 und 3350 Metern Länge, auf denen laufend große Passagiermaschinen starten und landen. Der Hernando County Airport bei Brooksville dagegen hat nur zwei Start- und Landebahnen von 1500 und 2100 Metern Länge und wird bloß von Privat- und gelegentlich von Chartermaschinen genutzt. Und dennoch hatte der große der zwei Flughäfen Angst, man könnte den kleinen mit ihm verwechseln. Denn der 75 Kilometer nördlich gelegene Hernando County Airport beschloss kürzlich, sich umzutaufen. Als Brooksville-Tampa Regional Airport glaubte er sich besser vermarkten zu können.

Der Tampa International Airport zog deshalb den Hernando County Airport vor Gericht. Nur er dürfe die Namen «Tampa» und «Airport» im Zusammenhang eines Flughafens verwenden. Doch ein Richter erklärte bereits vor einiger Zeit, dass man damit kaum durchkomme. Statt einen langjährigen und teuren Rechtsstreit auszutragen einigten sich die beiden Airports darum nun außergerichtlich. «Beide Seiten sind sehr zufrieden», erklärte Hernando-Präsident Dave Russell letzten Freitag (22. Februar) gegenüber der Lokalzeitung The Ledger. Man habe eine sehr gute Verhandlung gehabt.

Ein goldener Kompromiss

Der kleine Flughafen darf sich künftig Brooksville Tampa Bay Regional Air­port nennen. Dafür muss er versprechen, in nächster Zeit keine Linienflüge aufzunehmen. Auf immer muss er aber den Plänen nicht abschwören.



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