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Test in Frankfurt

Auf der Südbahn wird bald auch gestartet

In Vorbereitung auf das dritte Terminal will der Flughafen Frankfurt seine Pisten besser nutzen. Im Februar startet eine Probephase. Das ruft Kritik hervor.

Fraport AG / Christoph Mäckler Architekten

Visualisierung: So soll Terminal 3 in Frankfurt aussehen.

Es ist ein Test fürs geplante Wachstum: Zwei Monate lang wird die Deutsche Flugsicherung ab kommenden Februar am Flughafen Frankfurter eine «optimierte Nutzung des Start- und Landebahnsystems» proben. Dies geschehe mit Blick auf die Inbetriebnahme eines dritten Terminals und dem damit verbundenen Anstieg des Flugverkehrs, teilt das Unternehmen am Donnerstag (5. Dezember) mit.

Heute werden zwei Pisten für Starts und zwei Pisten für Landungen genutzt: Abgehoben wird heute auf den Pisten 18 (Startbahn West) und Centerbahn 07C/25C. Gelandet wird nur auf den Pisten 07L/25R (Nord-West-Landebahn) und 07R/25L (Südbahn). Das Testkonzept sieht dagegen «eine nahezu gleichberechtigte Nutzung von Center- und Südpiste zum Starten und Landen im Mixed Mode» vor.

Der Zeitplan für Terminal 3

Frankfurter Bürgerinitiativen lehnen den Probebetrieb laut der Zeitung Frankfurter Rundschau ab, weil sie mehr Fluglärm und Ultrafeinstaub fürchten. Gemäß Südwestrundfunk kritisiert auch die Initiative gegen Fluglärm in Rheinhessen den Schritt, da sie mehr Krach für Orte wie Nackenheim, Bodenheim oder Klein-Winternheim erwartet.

Terminal 3 entsteht im Süden des Flughafens. Nach der geplanten Fertigstellung 2023 sollen bis zu 21 Millionen Reisende pro Jahr dort abfliegen oder ankommen. Im Vollausbau ist das neue Abfertigungsgebäude für etwa 25 Millionen Passagiere ausgelegt. Um die Terminals 1 und 2 früher zu entlasten, soll Flugsteig G des Terminals 3 schon 2021 fertig sein vier bis fünf Millionen Reisende fassen.



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