Blick aufs Flieger von Tarom: Politik verhindert Verkauf.

Staat behält Kontrolle über Tarom

Eigentlich wollte Bukarest bis spätestens im Frühjahr Anteile der Fluglinie verkaufen. Doch nun wurde der Termin erneut verschoben.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Premierminister Victor Ponta nennt Präsident Traian Basescu einen «giftigen Skorpion». Und Basescu schimpft Ponta «Schwein» und «notorischer Lügner». Und doch sind die beiden rumänischen Spitzenpolitiker dazu verdammt, miteinander zusammenzuarbeiten. Basescu ist noch bis 2014 Präsident, Ponta gewann Anfang Dezember die Wahlen und wird auch das Kabinett bis 2016 führen. Eine Folge des Streits ist, dass die Regierung Mitte Dezember die Privatisierung wichtiger Staatsunternehmen verschob - ein Kompromiss zwischen Ponta und Basescu. Auch der Minderheitsanteil an der Fluggesellschaft Tarom wird nun nicht bis Ende dieses Jahres verkauft, wie geplant, sondern erste Ende 2013.

Es ist bereits die x-te Verschiebung in den letzten Jahren. Mit dem Internationalen Währungsfonds und der EU hatte sich Rumänien darauf geeinigt, dass Anteile an Tarom zusammen mit denen weiterer Staatsfirmen bis Ende 2012, spätestens Anfang 2013 verkauft werden müssen. Das war die Voraussetzung für ein milliardenschweres Hilfspaket, welches der Fonds und die Union in den letzten Jahren dem Staat gewährten. Ursprünglich war denn auch einmal geplant, die Fluglinie ganz zu privatisieren. Dann entschied sich Bukarest im August 2011 dazu, lediglich maximal zwanzig Prozent der Aktien an die Börsen zu bringen oder an einen Investor zu verkaufen.

Flotte soll umgebaut werden

Bei Tarom selbst ist man über die neuerliche Verschiebung nicht unglücklich. Das Management sah im jetzigen Umfeld sowieso wenig Chancen auf einen erfolgreichen Verkauf der 20 Prozent, weil auch andere Fluglinien aus Osteuropa zum Verkauf stehen. Es will sich vielmehr auf seine Restrukturierung konzentrieren. In den letzten vier Jahren verlor Tarom kumuliert fast 200 Millionen Euro. Vor allem die Billiganbieter setzten der Fluggesellschaft zu. Nun wurden Stellen abgebaut, neue Zulieferverträge ausgehandelt und Vertriebskosten reduziert, um das Defizit zu verkleinern. Doch das reicht noch nicht.

Vorstandschefin Gabriela Bordea setzt vor allem auf einen weiteren, viel zentraleren Schritt. Derzeit betreibt Tarom eine Flotte mit 23 Flugzeugen. Sie setzt sich aus nicht weniger als sieben Typen zusammen - einem Airbus A310-320, vier A318-110, sieben ATR 42-500, zwei ATR 72-500, vier Boeing B737-300, vier B737-700 und einer B737-800. Das macht den Unterhalt teuer. Künftig soll es bei Tarom nur noch zwei Typen geben - einen für das Auslandgeschäft, einen fürs Inland, wie das Fachportal Centre for Aviation berichtet.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack