KonfliktgebieteTask Force der EU fordert Konsequenzen aus MH17

Die Anzahl von Konfliktgebieten auf der Welt nimmt zu. Das macht auch der Luftfahrtbranche Sorgen. Die EU fordert nun, dass Staaten, Geheimdienste und Fluggesellschaften handeln.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Der Abschuss von Malaysia-Airlines-Flug MH17 im Juli 2014 schreckte die Luftfahrtbranche auf. Auch wenn man ernsthafte Krisengebiete grundsätzlich nicht überflog – ein wirkliches Unsicherheitsbewusstsein gab es dabei nicht. Man befand sich ja hoch über dem Boden, in sicherem Abstand. Nur dass das eben bei MH17 nicht der Fall war. Die Boeing 777 von Malaysia Airlines wurde von einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen, alle 298 Insassen kamen ums Leben. Das Unglück ist eines der zehn schwersten in der Geschichte der Luftfahrt.

Die Europäische Union will daraus nun Konsequenzen ziehen. Die im vergangenen Jahr gegründete Task Force um EU-Luftfahrtkommissarin Violeta Bulc fordert eine Politik, die es ermöglicht, Risiko-Überflugszonen effektiv zu kontrollieren und Airlines dabei hilft, diese zu meiden. Es sei ein reales Risiko, heißt es in einer Mitteilung. Die Attacken, die Passagierflieger gefährden, könnten aus Versehen oder absichtlich erfolgen und das in jeder Flugphase. Es gelte, das zu verhindern. Das setze voraus, dass alle Airlines gleichen Zugang zu Informationen über Risikogebiete haben.

Kritik an Informationspolitik schon nach dem Abschuss von MH17

Nach dem Abschuss von MH17 war genau dieser Punkt von vielen Airlines kritisiert worden. Während einige Fluggesellschaften offenbar um das Risiko wussten und die Ostukraine umflogen, nutzten andere weiter die Route. Emirates-Chef Tim Clark forderte schon früh, dass Regierungen und Geheimdienste in der Sache zusammenarbeiten.

Gefordert seien dabei Staaten, Geheimdienste, die EU und die Fluglinien. Man müsse eine Lösung entwickeln, die es ohne viel bürokratischen Aufwand ermögliche, einen Überblick über kritische Gebiete zu erhalten und auch schnell Alternativen zu finden. Wichtig sei vor allem, dass eine unabhängige Quelle alle Informationen so analysiere, dass ein einheitliches und objektives Bild entstehe. «Die Meinung eines Staates kann sich teils stark von der von anderen unterscheiden», so die Begründung. Nur ein Gesamtüberblick schaffe eine realistische Einschätzung.

Mehr zum Thema

Trümmer von MH17: Airlines war die Gefahr nicht bewusst.

Ein fataler Crash pro Woche?

Aussicht aus dem Flugzeugfenster: Sie wirklich zu genießen fällt vielen Passagieren inzwischen schwer.

Vertrauen in Luftfahrt beschädigt

ticker gericht urteil gesetz

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte: Russland verantwortlich für MH17-Abschuss

ticker-icao

Icao: Russland verletzte internationales Luftrecht im Fall MH17

Video

Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies