Japan Airlines testet mit Partnern CO₂-Entnahme aus Meerwasser
Japan Airlines, die Reederei Mitsui O.S.K. Lines und Hitachi wollen auf der Insel Kume in Okinawa erstmals in Japan eine Pilotanlage zur direkten Entnahme von Kohlendioxid aus Meerwasser testen. Ziel ist es, die Technologie unter realen Bedingungen zu erproben und Erkenntnisse über Betrieb und Umweltauswirkungen zu gewinnen. Langfristig soll das abgeschiedene Kohlendioxid unter anderem als Rohstoff für synthetischen Flugkraftstoff (E-SAF) genutzt werden. Die drei Unternehmen sehen das Projekt als ersten Schritt zum Aufbau einer heimischen Wertschöpfungskette für CO₂-Entnahme und klimafreundliche Kraftstoffe, insbesondere für die Luftfahrt und Schifffahrt.
Hohe Treibstoffkosten setzen Japan Airlines zu
Japan Airlines Group hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 trotz Rekordumsatzes einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 11,2 Prozent auf 523,7 Milliarden Yen (rund 2,81 Milliarden Euro), getragen von einer hohen Nachfrage im internationalen Passagier- und Frachtgeschäft sowie höheren Durchschnittserlösen im Inland. Gleichzeitig belasteten gestiegene Treibstoffkosten infolge der Spannungen im Nahen Osten und der schwache Yen das Ergebnis. Die Betriebskosten erhöhten sich um 18,7 Prozent auf 516,8 Milliarden Yen (rund 2,77 Milliarden Euro). Das operative Ergebnis sank auf 12,7 Milliarden Yen (rund 68 Millionen Euro), der Nettogewinn auf 5,3 Milliarden Yen (rund 28 Millionen Euro).