Letzte Aktualisierung: 3:10 Uhr

Syrian Air

Syrische Nationalairline beschafft sich A340

Syrian Air hat ein neues Langstreckenflugzeug. Mit dem Airbus A340 sollen Flüge nach Peking durchgeführt werden. Er kam über verschlungene Wege nach Damaskus.

Syrian Air

Airbus A340: Der neue Stolz von Syrian Air.

Wenn man die Bilder in den Nachrichten sieht, Bilder von völlig zerstörten Städten, von Strömen verzweifelter Flüchtlinge und von grausam getöteten Menschen, dann kann man kaum glauben, dass es auch ein Leben neben dem Bürgerkrieg gibt in Syrien. Doch das gibt es. Auch in der Luftfahrt.

Mit einer feierlichen Zeremonie übergab kürzlich Transportminister Ali Hammoud einen Airbus A340-300 an Syrian Air. Die Maschine mit dem Kennzeichen YK-AZA war im Februar in Damaskus eingetroffen und wurde seither auf die Bedürfnisse der syrischen Nationalairline angepasst. Nun erstrahlt sie in den Farben der Syrer und ist einsatzbereit.

Vier Flugzeuge in Flotte

Syrian Air plant mit dem A340 Flüge nach Peking aufzunehmen. Zudem wolle man mit ihm Verbindungen in andere «befreundete Staaten» anbieten, so Hammoud gemäß dem Nachrichtenportal Aliqtisadi. Dazu zählte er vor allem Schwellenländer wie Brasilien, Indien und Russland. Momentan ist der A340 regelmäßig zwischen Damaskus und Dubai unterwegs.

Die einsatzfähige Flotte von Syrian Air sei nun vier Flieger stark, erklärte der Minister weiter. So könne man den Bedarf der Bevölkerung an Flügen gut abdecken. Syrian Air fliegt nach Abu Dhabi, Bahrain, Baghdad, Kairo, Moskau, Najaf und Sharjah. National steht Latakia auf dem Programm. In Stein gemeißelt ist im Bürgerkriegsland indes nichts. Die Flugpläne sind volatil.

Über Umwege

Gegen Syrien hat der Westen ein striktes Embargo verhängt. Der A340 musste deshalb auf verschlungenen Pfaden ins Land gebracht werden. Die einst An Cathay Pacific ausgelieferte und später für Sri Lankan fliegende Maschine ging zuerst an Kasachstan. Dort wurde sie ins nationale Flugzeugregister eingetragen, wie Flightglobal berichtet. Bald wurde der A340 aber in den Tschad verschoben und von dort gelangte er nach Syrien.

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