Flieger von Syphax Airlines: Wieder im Einsatz.

Syphax zurück im Geschäft

Die neue tunesische Airline gab nach wenigen Tagen schon wieder auf. Nun fliegt sie wieder und hegt ehrgeizigere Pläne denn je.

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Sie fliegt, sie fliegt nicht, sie fliegt, sie fliegt nicht - sie fliegt! Am 29. April wollte die junge Fluggesellschaft Syphax Airline zum Jungfernflug starten. Doch das Bodenpersonal der Konkurrentin Tunisair weigerte sich, die Passagiere einzuchecken. Und so zog Unternehmenschef Mohamed Frikha gleich wieder den Stecker. «Ich habe beschlossen, das Projekt definitiv zu stoppen. Die Kunden werden entschädigt», sagte er damals. Der rabiaten Maßnahme war ein wochenlanger Streit um die Destinationen vorausgegangen, die Syphax bedienen wird. Tunisair beharrte darauf, dass die neue Fluglinie nur ab dem Flughafen Sfax fliegen dürfe, Syphax wollte auch ab der Hauptstadt Tunis fliegen.

Doch nun ist Syphax bereits seit dem 11. Mai wieder in der Luft. Man besitze nun «alle Garantieen der Aufsichtsbehörden», kommentierte Frikha nach dem Erstflug. Syphax darf drei Mal wöchentlich von Tunis nach Paris Charles de Gaulle fliegen. Von Djerba und Sfax aus kann die Fluglinie gar so oft fliegen, wie sie will. Das ist im Abkommen mit der Nationalairline Tunisair festgelegt, das nach Frikhas Ultimatum zustande kam. Anfang Juni wurde der Airline gar die Ehre zuteil, als erster privater Anbieter überhaupt die tunesische Fußballnationalmannschaft transportieren zu dürfen. Sie brachte die Elf zu einem WM-Qualifikationsspiel auf die Kapverden.

Flüge nach Libyen

Syphax bietet derzeit neben den täglichen Flügen nach Paris ab Juli auch drei wöchentliche Verbindungen von Sfax nach Marseille, Lyon, Nizza und Rom sowie zwei mal pro Woche nach Casablanca, Istanbul und Benghazi an. Die Flotte besteht aus zwei Airbus A319, bald soll ein dritter hinzukommen. Ab 2015 dann ist auch ein A320 als Verstärkung geplant. Das ist indes noch nicht alles. Man habe die Vorbereitungen für einen Börsengang eingeleitet, meldete Frikha kürzlich. Man darf gespannt sein, was daraus wird.

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