Flugbeleiter von Swiss: Sie kommen nicht mehr nach Istanbul.

Zu wenige BuchungenSwiss zieht sich aus Istanbul zurück

Reisende sind bei Buchungen in die Türkei zurückhaltend geworden. Lufthansa-Tochter Swiss reagiert darauf und streicht Istanbul aus ihrem Flugplan.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Die Türkei macht gerade schwierige Zeiten durch. Nach mehreren Terroranschlägen und Monaten politischer Anspannung folgte der Putschversuch aus Teilen des Militärs. Präsident Recep Tayyip Erdogan ging daraus gestärkt hervor. Er regiert mit noch härterer Hand als zuvor. Für Reisende macht das die Türkei zu einem nicht gerade attraktiven Ziel.

Um 22 Prozent sind die Touristenzahlen in der Türkei zwischen Januar und Mai zurückgegangen – das war noch vor dem Putschversuch und vor dem Anschlag auf den Flughafen Atatürk, bei dem Ende Juni 45 Menschen ums Leben kommen. Nun dürfte sich die Lage noch einmal verschlechtern. Und das spüren Fluggesellschaften bei den Buchungen.

Swiss streicht Istanbul ganz aus dem Flugplan

Lufthansa-Tochter Swiss zieht nun Konsequenzen. «Swiss wird Istanbul im Winter 2016/17 aus dem Programm nehmen», verrät eine Sprecherin der Fluggesellschaft der Zeitung Tages-Anzeiger. Die massive Verschlechterung der Sicherheitslage habe zu einem starken Rückgang der Buchungen geführt, auf den man mit diesem Schritt reagiere. Derzeit fliegt Swiss zwei Mal täglich in die Stadt am Bosporus. Auch Izmir wird im Winter nicht mehr angeflogen.

Zusätzlich spüre man auch die Konkurrenz durch «das starke Wachstum der teilstaatlichen Turkish Airlines», so Swiss weiter. «Überkapazitäten und Preisverfall» seien die Folge. Die Schweizer Airline besitzt bisher einen Marktanteil von 23 Prozent auf der Strecke. Nummer eins bei Zürich - Istanbul ist Turkish Airlines mit 55 Prozent. Daneben fliegen auch Atlas Global (10 Prozent) und Pegasus Air (12 Prozent).

Turkish auch unter Druck

Doch auch Turkish Airlines dürfte unter Druck kommen. Die türkische Nationalairline versucht seit Jahren, Alternative zu den europäischen Fluggesellschaften auf dem Weg nach Asien zu werden. Zudem preist sich die Fluggesellschaft als Alternative zu den Golfairlines. Dafür wird am Bosporus investiert. Bis in sieben Jahren will Turkish Airlines 450 Flugzeuge besitzen – 50 Prozent mehr als heute.

Der entstehende Flughafen in Istanbul, welcher der größte der Welt werden soll, unterstreicht diese Ambitionen. Die Vision dürfte nun sehr aber schwierig umzusetzen sein.

Mehr zum Thema

Heike Birlenbach beim Erstflug des Airbus A350 von Swiss: Fast das ganze Berufsleben für Lufthansa Group gearbeitet.

Von der Check-In-Angestellten bis an die Spitze: Die 36 Lufthansa-Jahre von Heike Birlenbach

ticker-swiss

HB-IFC: Der dritte Airbus A350 von Swiss ist in Zürich angekommen

ticker-swiss

Swiss verschiebt Ankunft ihres dritten Airbus A350 auf Samstag

ticker-swiss

HB-IFC: Swiss holt dritten Airbus A350 nach Zürich

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies