Die Fluglinie setzt auf Nischenstrecken, die von Businesskunden gebucht werden.

Geringe NachfrageSun-Air stoppt Flüge von Friedrichshafen nach Hamburg

Ab Mitte Februar wird es keine Direktverbindung mehr zwischen dem Bodensee und der Elbmetropole geben. Dafür prüft Sun-Air eine Route in eine andere Hansestadt.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Es ist eine wirklich weite innerdeutsche Strecke: Von Friedrichshafen bis Hamburg sind es auf der Straße mehr als 800 Kilometer. Mit der Dornier 328 Jet von Sun-Air ist die Strecke in rund einer Stunde und 15 Minuten bewältigt. Viel Anklang fand diese Option zuletzt allerdings nicht mehr. Am Dienstag (28. Januar) teilte der Bodensee-Airport mit, dass die dänische Airline ihre Flüge nach Hamburg zum 11. Februar einstellt.

«Während die beiden anderen von Sun-Air angebotenen Routen nach Düsseldorf und Toulouse wirtschaftlich erfolgreich betrieben werden können, blieb die bis zu zwei Mal täglich bediente Strecke Friedrichshafen-Hamburg weit hinter den Erwartungen zurück», erklärt der Flughafen. «Die von der Industrie vorher angekündigten und somit erwarteten Passagierzahlen konnten nicht erreicht werden.» Man vermutet, dass auch die eingetrübte Konjunktur die Geschäftsreisenden von Reisen abhielt.

Größeres Fluggerät wird geprüft

Um den Einsatz von kleinem Fluggerät wie der Dornier 328 kostendeckend möglich zu machen, seien hohe Ticketpreise nötig gewesen, heißt es weiter. Daher hätte man die ausbleibenden Geschäftsreisenden nicht mit mehr privaten Passagieren ausgleichen können. «Natürlich sind wir vom Rückzug der Sun-Air auf der Hamburg-Strecke extrem enttäuscht», sagt Flughafenchef Claus-Dieter Wehr. «Letztlich muss jedoch der Markt entscheiden, welche Strecken wirtschaftlich bedient werden können.»

Für immer aufgeben will man die Route aber nicht. «Da diese Verbindung eine nachgewiesene Nachfrage hat, werden wir andere Möglichkeiten zur Anbindung kontinuierlich und intensiv prüfen», so Wehr. «Dies gilt insbesondere für Möglichkeiten mit dem Einsatz von größerem Fluggerät.» Bis dahin sind Reisende auf der Route aufs Umsteigen angewiesen. Lufthansa fliegt vier Mal pro Tag mit Stopp in Frankfurt.

Bald neue Route nach Bremen?

Während die Route nach Hamburg wegfällt, steht ein anderes norddeutsches Ziel zur Debatte: Sun Air und der Flughafen prüfen die Aufnahme von regelmäßigen Linienflügen zwischen Friedrichshafen und Bremen. Weiterhin fliegt die Airline wie bisher zehn Mal pro Woche nach Düsseldorf und bis zu vier Mal wöchentlich nach Toulouse.

Mehr zum Thema

Dornier 328 Jet von Sun-Air: Die Crews in Friedrichshafen wurden entlassen.

Sun Air stationiert dritte Dornier am Bodensee

Sun-Air ist unabhängig, fliegt aber als Franchise von British Airways.

Sun-Air und die Liebe zur Dornier 328 Jet

air unicon hamburg 01

«Die anderen streichen, wir verbinden» - Air Uniqon wagt Neustart im innerdeutschen Luftverkehr

ticker-friedrichshafen-fdh

Flughafen Friedrichshafen führt EES ein

Video

Airbus A350 von Finnair: Bald eigen Musik an Bord.
Die veränderte Kundenstruktur bringt eine stärkere Markenpositionierung als finnische Airline. Komponist Lari Porra schuf für Finnair eine Klangwelt, die finnische Landschaften und das Reisegefühl musikalisch erlebbar machen soll. So klingt sie.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
pab wingair fujairah airbus a320 neo acj
Bei Airbus in Toulouse ist ein frisch produzierter A320 Neo zu erspähen, dessen Lackierung deutlich macht: Er wird in die Vereinigten Arabischen Emirate gehen. Allerdings nicht zu einer Airline.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a380 qantas sao paolo
Ein Airbus A380 der australischen Airline hat einen Flug nach Brasilien absolviert, der nicht zum Linienflugprogramm von Qantas gehört. Das sorgte für zwei Premieren. Nun gibt es Gerüchte, dass ein Superstar den Superjumbo gemietet haben soll.
Timo Nowack
Timo Nowack