Dornier 328 Jet von Sun-Air: Lange nicht mehr am Bodensee zu sehen.

Auch ab FriedrichshafenSun-Air fliegt erst im August 2021 wieder

Im November wollte die dänische Regionalairline wieder fliegen. Nun hat Sun-Air ihren Neustart aber um neun Monate verschoben.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Drei Flugzeuge hatte die dänische Regionalairline auf dem Höhepunkt in Friedrichshafen stationiert. Mit den Dornier 328 Jet flog sie nach Düsseldorf, Hamburg und Toulouse. Die Flüge vom Bodensee in die Hansestadt gab Sun-Air Anfang 2020 allerdings wieder auf. Die anderen Routen seien aber «wirtschaftlich erfolgreich», hieß es damals.

Doch so schnell startet keine Dornier 328 Jet mehr in Friedrichshafen. Denn Sun-Air hat dieser Tage bekannt gegeben, wegen der Covid-19-Pandemie die Wiederaufnahme der Linienflüge zu verschieben. Die war eigentlich für November geplant gewesen. Als Datum für den Neustart ist August 2021 vorgesehen. Auf dem Netzplan der Fluglinie finden sich derzeit in Deutschland nur noch die Strecken Friedrichshafen - Düsseldorf und Düsseldorf - Billund.

42 Jahre lang schwarze Zahlen

«Wir verfolgen die Situation weiterhin aufmerksam Land für Land», so die Fluggesellschaft in einer Mitteilung. Falls es in Europa einheitliche Quarantäneregeln gebe und die Nachfrage unverhofft anziehe, könne man sich vorstellen, gewisse Routen auch schon früher wieder zu bedienen. Sun-Air fliegt aktuell einzig zwischen Manchester, Cambridge und Göteborg hin und her. Die Strecke wird im Auftrag des Pharmakonzerns Astra Zeneca bedient.

Der lange Betriebsstopp ist hart für Sun-Air. Noch Ende Januar vermeldete die Fluggesellschaft einen Umsatz von 490 Millionen Kronen oder umgerechnet 66 Millionen Euro sowie einen Gewinn von 9,3 Millionen Kronen. Damit habe man das 42. Jahr in Folge schwarze Zahlen geschrieben, so das Unternehmen.

Auftritt in den Farben von British Airways

Sun-Air konzentriert sich auf europäische Nischenstrecken mit einem hohen Anteil an Geschäftskunden. Die dänische Fluglinie ist Franchisepartner von British Airways, weshalb alle Flüge unter BA-Flugnummern durchgeführt werden und die Flugzeuge in British-Airways-Farben lackiert sind. Der Vorteil davon ist, dass sie von der globalen Vertriebskraft der Briten profitieren kann.

Mehr zum Thema

Sun-Air ist unabhängig, fliegt aber als Franchise von British Airways.

Sun-Air und die Liebe zur Dornier 328 Jet

Dornier 328 Jet von Sun-Air: Die Crews in Friedrichshafen wurden entlassen.

Sun Air stationiert dritte Dornier am Bodensee

Die Fluglinie setzt auf Nischenstrecken, die von Businesskunden gebucht werden.

Sun-Air stoppt Flüge von Friedrichshafen nach Hamburg

Flugzeug von Etihad in Frankfurt, im Hintergrund unter anderem Condor-Jets: Die Fluglinien aus den Emiraten dominieren das Geschäft.

Die Machtverhältnisse am Himmel zwischen Deutschland und den Emiraten

Video

Embraer E195-E2 von Azul: Das Flugzeug hebt erst kurz vor dem Ende der Piste ab.
Eine Embraer E195-E2 von Azul hat in São-Paulo-Congonhas fast die gesamte Startbahn gebraucht. Es ist nicht der erste brenzlige Moment an dem Ort am Stadtflughafen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Betankung einer Boeing 747 von Lufthansa: IN Frankfurt ist Kerosin knapp.
Der niedrige Wasserstand des Rheins wird zum Problem für Deutschlands größten Flughafen. Tankschiffe können nur noch eingeschränkt Kerosin liefern. Deshalb hat Lufthansa ihre Crews angewiesen, auf ausgewählten Strecken zusätzlichen Treibstoff nach Frankfurt mitzubringen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil