Sukhoi Superjet: Über den Verbleib ist nichts bekannt.

Sukhoi Superjet verschwindet spurlos

Bei einem Demonstrationsflug in Indonesien verschwand der Superjet 100 des russischen Herstellers spurlos vom Radar.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Längst müsste der verschwundene Jet keinen Treibstoff mehr übrig haben, schätzen Experten. Der Sukhoi Superjet, der am Mittwoch am Halim Perdanakusuma Airport in Jakarta für einen zweiten Demonstrationsflug aufgebrochen war, ist nicht wieder an seinen Ausgangsort zurückgekehrt. Insgesamt 50 Menschen sollen sich an Bord des Jets befunden haben: Vertreter verschiedener Luftfahrtunternehmen, russische Diplomaten, Journalisten und acht russische Crewmitglieder. Man habe zwar eine Passagierliste, so Sukhoi-Vertreter bei einer Pressekonferenz. Doch diese sei nicht verlässlich, da einige Eingeladene nicht an Bord gegangen seien, sowie einige Insassen kurzfristig mitflogen und daher nicht auf der Liste standen.

Laut der indonesischen Zeitung Jakarta Post sind bereits Helikopter und Flugzeuge auf der Suche nach dem Superjet. Wegen schlechten Wetters mussten sie aber wieder umkehren. Es sei bis dahin keine Spur von dem Jet zu finden gewesen, so Marschall Daryatmo, Leiter der Rettungsaktion laut der Zeitung. «Jetzt stellen wir am Boden die nötigen Ressourcen zusammen, um das Flugzeug zu finden.» Kurz nach halb vier Uhr Ortszeit (11 Uhr in Europa) und rund 12 Minuten nach dem Start hatte der Flieger das letzte Mal Radarkontakt. Er befand sich zu diesem Zeitpunkt über dem Berg Mount Salak. Kurz bevor der Kontakt abbrach hatten die Piloten offenbar um Erlaubnis gebeten, von 10'000 auf 6000 Fuß zu sinken. Dann habe der Flieger nach rechts gedreht und sei kurz darauf vom Radar verschwunden.

Spekulationen über Verbleib

Über den Verbleib des Jets wird bisher nur spekuliert. Während in westlichen Medien davon ausgegangen wird, dass der Flieger nach dem Sinkflug an einer Felswand verunglückt ist, vermuten einige russischen Zeitungen eine Flugzeugentführung. Laut verschiedenen Blogs soll keine der Personen, die sich an Bord befinden, per Telefon erreichbar sein.

Sukhoi war gerade dabei, den Superjet 100 in Asien vorzuführen. Jakarta war nach Burma, Pakistan und Kasachstan die vierte Station der Tour. Laos und Vietnam sollten noch folgen. Der Unglücksflug war bereits der zweite in Indonesien. Während der erste halbstündige Flug Pressevertreter transportiert hatte, sollte der Jet beim zweiten potenziellen Käufern vorgeführt werden. Laut dem russischen Fernsehsender RT sollen Vertreter der indonesischen Batavia, Pelita, Air Aviastar und Sriwijaya Air an Bord gewesen sein. Zwischen dem ersten und zweiten Flug sei das Flugzeug gründlich durchgecheckt worden, heißt es von der russischen United Aircraft Corporation, zu der Sukhoi gehört. «Technisch war alles in Ordnung», so eine Sprecherin.

Der Superjet ist Russlands große Luftfahrt-Hoffnung. Er ist Russlands erster Passagierflieger seit dem Ende der Sowjetunion und sollte die Luftfahrtindustrie des Landes wiederbeleben. Anfang Februar erhielt Sukhoi für den Superjet 100 das Zertifikat A-176 der europäischen Agentur für Flugsicherheit Easa. Das erlaubt es Fluggesellschaften in Europa, den russischen Flieger zu betreiben. Sukhoi ist überzeugt, mit dem Produkt eine würdige Konkurrenz für Mittelstreckenflieger vor allem von Embraer und Bombardier zu sein. Doch wenn der Flieger nun in Indonesien verunglückt ist, dürfte das dem Superjet-Programm mehr als nur einen kleinen Dämpfer verpassen.

Mehr zum Thema

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Platz 10: Moskau - St.Petersburg. 117 Flüge pro Tag.

Die zehn verkehrsreichsten Routen der Welt

Shanghai in China: Eines der Asien-Ziele von Lufthansa.

Asien-Flüge machen Lufthansa Sorgen - Strecken stehen auf Prüfstand

Ausgelöste Notrutsche: Der Flug fand nicht statt.

Frau aktiviert versehentlich Notrutsche - und alle steigen aus

Video

amsterdam schiphol schneemann
Der Schnee sorgt für Chaos und Hunderte Flugausfälle am größten Flughafen der Niederlande. Trotz der harten Bedingungen hat das Bodenpersonal in Amsterdam offenbar Spaß bei der Arbeit.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die Boeing 757 des Justizministeriums der USA nach der Landung in New York: Diktator an Bord.
Nach dem nächtlichen Zugriff der U.S. Army in Caracas endet der Weg des venezolanischen Machthabers vor einem Gericht in New York – an Bord einer 36 Jahre alten Boeing 757 des Justizministeriums der USA.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Die verunglückte ATR 72 von Buddha Air: Überschoss die Landebahn in Bhadrapur.
Bei der Landung in Bhadrapur konnte eine ATR 72 von Buddha Air nicht rechtzeitig abbremsen. Sie schoss 300 Meter über die Piste hinaus. Sieben Menschen wurden dabei verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin