Sukhoi Superjet 100: Die Bestellungen treffen immer schneller ein.

Ost-Jet erobert den Westen

Die erste Neuentwicklung aus Russland seit Jahren findet zunehmend Käufer. Für den Sukhoi Superjet 100 spricht nicht nur der Preis.

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Der erste Auftrag aus einem Industrieland ist es nicht. Doch die Bestellung von zwölf Sukhoi Superjet 100 durch die italienische Blue Panorama Airlines ist das letzte Anzeichen dafür, das westliche Käufer ihre Zurückhaltung ablegen und das russische Kurz- und Mittelstreckenflugzeug langsam akzeptieren. Die Maschinen sollen bis Ende 2012 ausgeliefert werden. In Le Bourget hatte zuvor schon die indonesische Sky Aviation zwölf Stück des zwischen 78 und 110 Passagieren fassenden Jets georder

Der Sukhoi Supertjet 100 ist das erste in Russland neu entwickelte Passagierflugzeug seit 20 Jahren. Im April hatte die armenische Armavia die erste serienmässig gebaute Maschine von Sukhoi erhalten, die zweite ging an Aeroflot. Die russische Airline hat Aeroflot has 30 Stück des einheimischen Flugzeugs bestellt, die ersten zehn erhält sie noch im laufenden Jahr. Derzeit produzieren die Sukhoi-Werke in Komsomolsk-na-Amure, Nowosibirsk und Woronesch ein Stück pro Monat, bald sollen es zwei sein.

Eine breite Kabine

Mit dem Superjet-100 konkurrieren die Russen die ukrainische Antonov An-148, die brasilianischen E-Jets von Embraer und die C-Serie der kanadischen Bombardier. Wie Sukhoi-Chef Michail Pogosyan der Nachrichtenagentur Itar-Tass erklärte, sei sein Flugzeug 10 bis 15 Prozent billiger im Unterhalt und es biete den Passagieren dank breiterer Kabine mehr Komfort. Zudem liegt der Stückpreis rund 20 Prozent tiefer. Was den Russen aber fehlt, ist ein grosses, weltumspannendes Servicenetz. Insgesamt bekamen die Russen bislang 218 Bestellungen ihrer Neuentwicklung.

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