Superjet 100: Bald im Dienst für Royal Air Maroc.

Superjet: Gerüchte über Insolvenz

Der russische Hersteller Sukhoi weist Spekulationen über eine Pleite seines Superjet-Programms zurück. Im Gegenteil: Es laufe besser als geplant.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Das Vertrauen in Russlands Hoffnungsflieger ist auf dem Tiefpunkt angelangt. Nach dem Absturz eines Sukhoi Superjet 100 auf einem Demonstrationsflug im Mai 2012 in Indonesien füllte sich das Bestellungsbuch nur langsam – auch wenn die Ermittler Pilotenfehler als Absturzgrund angaben. Erstkunden des Flugzeugs, unter anderem die russische Staatsairline Aeroflot oder die ehemalige armenische Nationalairline Armavia, zeigten sich zudem mit dem Superjet unzufrieden. Für einen neuen Jet mache er überdurchschnittlich viele Probleme, die Wartungskosten seien hoch, der Betrieb nicht verlässlich genug, so die Vorwürfe. In der vergangenen Woche schien das Ende dann nah. Sukhoi stehe kurz davor, das Superjet-Programm in die Insolvenz zu schicken, berichteten russische Medien. Der unrentable Flieger mache zu viele Verluste. Das Unternehmen sitze auf vielen unbezahlten Rechnungen. Zwei Milliarden Dollar würden die Schulden betragen, so die Wirtschaftszeitung Kommersant. Wenn die nicht bis Ende Jahr bezahlt würden, sei es aus mit dem Superjet.

Doch nun verneinte Sukhoi die Gerüchte. Dass das Superjet-Programm zu rund 60 Prozent fremdfinanziert sei, habe man nie geheim gehalten, schreibt das Unternehmen in einer Medienmitteilung. Ein Bankrott stehe aber nicht zur Debatte. «Die finanzielle Situation des Unternehmens erlaubt es uns, alle unsere Rechnungen zu bezahlen.»

Bald schwarze Zahlen

Es laufe sogar so gut, dass man versuche, die Produktionsrate für den SSJ 100 hochzuschrauben. Im Jahr 2011 wurden fünf und 2012 zwölf Superjets gebaut. 2013 sollen es 26 sein, von denen bereits zehn fertig gestellt sind. 2014 dann will Sukhoi sogar 43 Superjets bauen. Schon dieses Jahr werden man auf betrieblicher Ebene schwarze Zahlen schreiben, so Sukhoi. Ab 2015 dann werde der Cashflow positiv sein. Und 2018 rechne man mit einem Umsatz von zwei Milliarden Dollar.

Doch alles scheint dann doch nicht so rosig zu sein. Man prüfe verschiedene Maßnahmen. So will Sukhoi etwa die Schulden des Superjet-Programms neu strukturieren. Zudem wird eine Kapitalerhöhung ins Auge gefasst, um die Liquidität zu verbessern, wie das Unternehmen schreibt.

Mehr zum Thema

Betreiber: Wer fliegt die meisten Airbus A350?

Wer sind die größten Betreiber dieser Flugzeugmodelle?

Saras-Prototyp über Jaipur: Die Regierung will neu Regionalflugzeuge mit ausländischer Hilfe bauen.

Indien will mit Embraer, UAC oder ATR eigene Flugzeuge bauen

Superjet 100: Bald mehr Reichweite.

Irkut verpasst dem Superjet mehr Reichweite

Sukhoi Superjet von Yakutia Airlines: Oft am Boden.

Yakutia muss Superjets für Ersatzteile ausschlachten

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies