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Insel-Streit trifft Luftfahrt

China und Japan verschärfen den Ton im Konflikt um die Senkaku-Inseln. Die Airlines spüren durch einen Anstieg der Stornierungen.

BehBeh/Wikimedia/CC

Die Senkaku-Inseln: Seit Jahrzehnten ein Streitpunkt.

Die Auseinandersetzung zwischen den beiden asiatischen Großmächten kommt in den Buchungssystemen der Fluggesellschaften an. «Es gibt gewisse lokale Touristen, die uns sagen, sie wollten ihre Reise nach Japan stornieren. Andere fragen uns, wie es denn um die Sicherheit stehe», sagte Liu Xin vom Reisebüro Shanghai China CYTS Outbound Travel Service gegenüber dem Nachrichtenportal Shanghai Daily. All Nippon Airways (ANA) spürt das schon ganz konkret und es geht dabei um mehr als nur eine Handvoll Reisender. 18’800 Sitzreservierungen wurden auf Flügen zwischen China und Japan für die Zeit von September bis November bereits storniert. Vor allem Chinesen sagten ihre Reisen ab, erklärte die Fluggesellschaft. ANA betreibt 21 tägliche Verbindungen in die Volksrepublik und zurück. Japan Airlines meldet, dass 5000 Passagiere ihre Buchung bis Oktober rückgängig machten.

Gemäß der Nachrichtenagentur AP wies auch die China National Tourism Administration Reiseveranstalter an, alle Touren während der Ferienwoche zum Nationalfeiertag Anfang Oktober zu stornieren. Die Billigfluglinie Spring Airlines stellt ihre zehn täglichen Flüge vom japanischen Flughafen der Großstadt Tottori nach Schanghai und zurück denn auch ab dem 25. September ein. Die Belegung der Flieger zwischen China und Japan sei seit vergangener Woche um rund 40 Prozent gesunken, erklärte ein Vertreter der chinesischen Airline. Und die chinesische Juneyao Airlines sagte die Eröffnung ihrer neuen Route von Schanghai nach Okinawa ab und verschob sie auf November, wie das Wall Street Journal berichtet.

Streit um ein paar Felsen

Seit vergangener Woche kommt es in China zu teils gewalttätigen Protesten gegen Japan. Auslöser war der Kauf der Senkaku-Inseln durch die japanische Regierung von einem privaten Unternehmer. In China wird das als Affront betrachtet. Tokio hat seit mehr als 40 Jahren die Kontrolle über die unbewohnten Felseninseln inne. Beansprucht werden sie aber auch von China und Taiwan, weil die Gewässer vor dem Eiland reich an Fischen sind.



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