Aussicht aus dem Flugzeugfenster: Sie wirklich zu genießen fällt vielen Passagieren inzwischen schwer.

Neueste UmfragenVertrauen in Luftfahrt beschädigt

[image1]Seit einem Jahr folgt – zumindest gefühlt – eine Flugzeugkatastrophe der nächsten. Das nagt am Vertrauen der Deutschen in das Fliegen und zwar gewaltig.

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/span>Germanwings-Flug 4U9525, Malaysia Airlines MH370 und MH17, Air Asia QZ8501 - in den vergangenen zwölf Monaten haben sich mehrere schwere Flugzeugunglücke ereignet. Zu den zwanzig Flugzeugkatastrophen mit den meisten Todesopfern in Europa sind seit März 2014 zwei weitere dazugekommen. Das nagt auch am Vertrauen der Passagiere: Wie Daten von Statista zeigen, gaben am 25. März bei einer Umfrage zum sichersten Verkehrsmittel nur noch 13 Prozent der Befragten an, dass sie das Flugzeug für am sichersten halten.

Einen Tag nach dem Absturz von Germanwings-Flug 4U9525 vertrauten sie damit nur dem Schiff mit zwei Prozent weniger. 55 Prozent hielten das Auto für am sichersten, 26 Prozent die Bahn. Im Jahr 2013 sah es noch ganz anders aus. Damals fanden 53 Prozent das Flugzeug am sichersten, nur 12 Prozent das Auto und 30 Prozent die Bahn. Die psychologische Wirkung eines Flugzeugabsturzes ist offenbar groß.

Straßenverkehr bleibt viel gefährlicher

Statistisch gesehen ist Fliegen nicht gefährlicher geworden. Im Gegenteil: So übersteigen etwa die absoluten Zahlen der im deutschen Straßenverkehr getöteten Menschen die weltweite Zahl der Todesopfer von Flugzeugkatastrophen bei weitem. Entgegen der Wahrnehmung sinkt die Zahl der Todesopfer im Flugverkehr sogar. Auch die Zahl der Unfälle ist in den vergangenen fünf Jahren gesunken. Ist es also nur Zufall, dass gerade in den vergangenen zwölf Monaten so viele Flugzeuge mit vielen Passagieren abgestürzt sind? Laut Flugsicherheitsexperten Jan Richter lautet die Antwort klar «Ja». «Dabei gibt es keinerlei Zusammenhänge», sagt er.

Dieser Artikel von Timo Stukenberg ist ein Gastbeitrag von Bold Economy – dem digitalen Portal von New York German Press. Mehr zu Gadgets und dazu, wie sie unseren Alltag verändern auf boldeconomy.com.

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