Wrackteile der Boeing 737-500 von Sriwijaya Air: Die Untersuchung läuft.

Sriwijaya-Air-AbsturzWurde Schubkontrolle Flug SJ182 zum Verhängnis?

62 Menschen kamen beim Absturz von Flug SJ182 ums Leben. Bei der Untersuchung des Absturzes der Boeing 737 von Sriwijaya Air gerät die automatische Schubkontrolle in den Fokus.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die automatische Schubkontrolle eines Flugzeuges, im Englischen Autothrottle genannt, hat viele Vorteile. Sie nimmt den Piloten Arbeit ab. Und sie hilft dabei, Treibstoff zu sparen und die Lebensdauer der Triebwerke zu verlängern.

Das System versorgt die Motoren mit genau der Treibstoffmenge, die nötig ist, um eine bestimmte Fluggeschwindigkeit zu erreichen oder um die nötige Leistung in einer bestimmten Flugphase zu liefern. Genau diese automatische Schubkontrolle steht nun aber im Verdacht, etwas mit dem Absturz von Sriwijaya-Air-Flug SJ182 zu tun zu haben. Bei dem Unglück drehte die Boeing 737-500 vier Minuten nach dem Start in Jakarta scharf rechts vom geplanten Kurs ab. Kurz danach stürzte der Jet mit laufenden Triebwerken in die Javasee. Alle 62 Insassen starben.

Daten weisen auf Schubkontrolle hin

Die Zeitung Wall Street Journal berichtet unter Berufung auf Informanten aus dem Umfeld der Untersuchung, die Piloten hätten offenbar Probleme mit der automatischen Schubkontrolle eines Triebwerks gehabt. Darauf wiesen Daten hin, die aus dem geborgenen Flugdatenschreiber ausgelesen wurden. Anstatt das System abzuschalten und die Triebwerke manuell zu steuern, versuchten die Piloten offenbar, die Fehlfunktion zu beheben.

Sollten beide Triebwerke tatsächlich unterschiedlich viel Schub erhalten haben, könnte das erklären, warum die Boeing 737 von Sriwijaya Air auf einmal so massiv von ihrem Kurs abkam. Zudem würde es bedeuten, dass das Flugzeug viel schwieriger zu kontrollieren war. Genaueren Aufschluss könnte der Stimmenrekorder aus dem Cockpit geben, der immer noch nicht geborgen worden ist.

Schon vorher einmal Probleme

Einer der Ermittler sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, die verunglückte Boeing 737-500 habe in den Tagen vor dem Absturz schon einmal Probleme mit der automatischen Schubkontrolle gehabt. Das gehe aus den Wartungsunterlagen des Flugzeuges hervor. Man kenne allerdings noch keine Details zu diesen Problemen.

Mehr zum Thema

Sriwijaya Air: Eine Boeing 737-500 der Fluggesellschaft verunglückte am 9. Januar über der Java-See.

Indonesien fordert Inspektionen alter Boeing 737

Abgestürzte Boeing 737 stand neun Monate am Boden

Abgestürzte Boeing 737 stand neun Monate am Boden

Was bisher über Unglücksflug SJ182 bekannt ist

Was bisher über Unglücksflug SJ182 bekannt ist

ticker-boeing-1

Boeing erhält Milliardenauftrag für neuen US-Navy-Kampfjet F/A-XX

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier