Bei Spirit Airlines können Kunden ihrem Ärger Luft machen und werden dafür belohnt.

Belohnung für den ShitstormSpirit Airlines fordert Hasstiraden

[image1]Shitstorms brachten einige Unternehmen zu Fall. Die amerikanische Spirit Airlines will den Wut der Netzgemeinde nun für sich nutzen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Seit Soziale Medien die Kommunikation anonymer gemacht haben, gibt es sie: Internet-Trolle, Hater und Wutbürger, die ihrem Ärger richtig Luft machen können, ohne das persönliche Gespräch suchen zu müssen. Das Ergebnis sind Tweets, Kommentare und Shitstorms, die in so mancher Kommunikationsabteilung für graue Haare sorgen.

Die amerikanische Spirit Airlines ist wahrlich Expertin wenn es darum geht, virtuelle Prügel zu beziehen. Tweets wie dieser:

Oder dieser:

sind solche der netteren Sorte. Die wirklichen bösen Tweets möchten wir Ihnen an dieser Stelle ersparen.

Beschimpfen Sie uns und bekommen Sie 8000 Meilen geschenkt

Nun dachte sich die Marketing Abteilung der Fluggesellschaft: Warum nicht aus Zitronen Limonade machen, und die Wut unserer Passagiere für eine Kampagne nutzen. Auf der Website hatethousandmiles.com können Wutmenschen ihrem Ärger Luft machen und dafür 8000 Spirit-Meilen kassieren. Ein kleiner, sehr amüsanter Song erklärt, wie das Ganze funktioniert.

So lustig die Aktion auch scheint, die Wut auf die Fluggesellschaft kommt nicht von ungefähr. Eine Umfrage zeigt: Spirit ist die Airline mit den meisten Beschwerden auf dem amerikanischen Markt. Ganze dreimal häufiger als bei der zweitplatzierten American Airlines haben Kunden vom Spirit Beanstandungen geäußert.

«Amerikanische Kunden müssen erst noch lernen wie Billig-Airlines funktionieren»

Spirit Airlines verkauft sogenannte «Bare Fares», nackte Tarife. Was bedeutet, dass der Kunde für Zusatzleistungen wie Gepäck, Handgepäck und Getränke zahlen muss. Ein Prinzip, das in Amerika noch nicht so bekannt ist wie auf dem europäischen Markt.

Bobby Schroeter, Marketingverantwortlicher von Spirit Airlines erklärt daher das Ziel der Kampagne auch folgendermaßen: «Es soll einen Lerneffekt für unsere Kunden haben. Das Prinzip der Billig-Airlines ist in Europa durch Ryanair und Easyjet sehr bekannt, aber hier in den Staaten verstehen die Kunden das nicht. Daher sind Sie wütend und müssen ihrem Ärger Luft machen.»

Wer Wüten will muss erst ein Kundenkonto anlegen

Die Spirit-Wutoffensive sorgte bei Werbern und auf Twitter für Kopfschütteln und Verwunderung. Schaden wird die Kampagne auf keinen Fall, denn das Spirit-Konzept geht auf: 2014 verzeichnete sie das größte Wachstum und den höchsten Profit auf dem amerikanischen Markt.

Hinzu kommt: Wer sich mal so richtig über Spirit auslassen will, muss erst ein Kundenkonto anlegen und all seine Daten bekanntgeben. Natürlich werden diese benötigt, um die Meilen gutzuschreiben, aber die so gesammelten Kundendaten sind für die Airline Gold wert.

Mehr zum Thema

ticker-spirit-airlines

Streit um Spirit-Slots in New York: Flughafen stellt Verkauf infrage

ticker-spirit-airlines

Vier Jahre alter Airbus A320 Neo von Spirit Airlines verschrottet

Flugzeug von Spirit Airlines: Wird keine Passagiere mehr fliegen.

Spirit Airlines: Wie Plan Charlie das Ende der Billigairline besiegelte

ticker-spirit-airlines

Gruppe will Spirit Airlines wiederbeleben

Video

2005: Boeing 737-800 (VH-XZJ) «Mendoowoorrji»
Rund 13 Jahre lang flog die Boeing 737 namens Mendoowoorrji mit einem Aborigine-Kunstwerk auf dem Rumpf um die Welt. Nun wird das Flugzeug von Qantas umlackiert, ganz verschwindet die Geschichte aber nicht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Special Olympics Airlift 2025: Zahlreiche Jets nehmen an der Aktion teil.
Vom 20. bis 26. Juni finden die Special Olympics USA Games statt. Zur Anreise können die Athletinnen und Athleten den Special Olympics Airlift nutzen, bei dem Flugzeugbesitzer ihre Flieger kostenlos zur Verfügung stellen. Erstmals ist auch eine Boeing 777 dabei.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
König Felipe VI. und Prinzessin Leonor: Flogen gemeinsam.
Prinzessin Leonor befindet sich auf der letzten Etappe ihrer militärischen Ausbildung. Ein Höhepunkt folgte nun in San Javier: Die spanische Thronfolgerin flog gemeinsam mit König Felipe VI. in einer Formation – mit einer Pilatus PC-21.
gerard al fil
Gérard Al-Fil