TV-Bericht über den Testflug: Spicejet hofft auf neue Märkte.

TestflugSpicejet will aufs Wasser

Um abgelegene Regionen in Indien besser anzubinden, setzt Spicejet nun auch auf Wasserflugzeuge. Mehr als 100 will die Airline anschaffen.

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Spicejet kauft kräftig ein: Anfang des Jahres 2017 orderte die indische Billigairline 100 Boeing 737 Max. Mit Blick auf die Langstrecke spielt sie gerade Airbus und Boeing gegeneinander aus. Und im September bestellte Spicejet bis zu 50 Propellerflugzeuge bei Bombardier. Nun soll eine neue Order hinzukommen, und die ist durchaus ungewöhnlich: Die Airline plant, für rund rund 400 Millionen Dollar mehr als 100 Flugzeuge zu kaufen, die auch auf dem Wasser landen können. Dazu verhandelt Spicejet zurzeit mit der japanischen Setouchi Holdings, deren Tochter Quest Aircraft die Turbopropmaschine Kodiak herstellt.

Am 9. Dezember führten Spicejet und Setouchi an Mumbais Küste gemeinsam einen Testflug durch. Wie die Zeitung Times of India berichtet, hob die Maschine aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse mit fast zwei Stunden Verspätung ab. Anwesend waren unter anderem Luftfahrtminister Ashok Gajapathi Raju, Verkehrsminister Nitin Gadkari sowie Spicejets Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer Ajay Singh, der als Ziel nannte, in den kommenden zwölf Monaten den Betrieb zu starten.

Keine Kosten für Pistenbau und Co.

Man versuche, Orte anzubinden, die nie zuvor vom Luftverkehr erreicht wurden, so Singh. «Unser Wasserflugzeug-Service wird ganz neue Märkte für die Airline und für die Tourismusindustrie öffnen», sagte der Spicejet-Geschäftsführer und betonte, dass dabei die hohen Kosten für den Bau von Flughäfen und Pisten nicht anfallen würden.

Singh bezeichnete das Wasserflugzeugprojekt als Udan 2.0. Bei Udan handelt es sich um einen Plan der indischen Regierung: Durch Subventionen und die Öffnung bisher nicht genutzter Flughäfen will sie abgelegenere Regionen des Landes besser erschließen und so deren Entwicklung beschleunigen.

Minister sagt Unterstützung zu

Indiens Küste ist 7000 Kilometer lang. Dazu kommen Flüsse und Seen. So nannte Spicejet etwa auch den Inlandsbundesstaat Uttar Pradesh als mögliches Einsatzgebiet.

Verkehrsminister Gadkari versicherte, sich um die Infrastruktur für den Wasserflugzeugverkehr zu kümmern und gemeinsam mit dem Luftfahrtministerium ein Regelwerk auszuarbeiten. «Wir freuen uns, mit der Airline zusammenzuarbeiten, um sie bei ihren großen Bemühungen zu unterstützen», sagte Gadkari.

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