Spicejet-Crew: Bald auch auf der Langstrecke unterwegs?

LangstreckenpläneAuch Spicejet will billig von Indien nach Europa

Die nächste Fluggesellschaft will Asien und Europa günstig verbinden. Spicejet spielt dabei Airbus und Boeing gegeneinander aus.

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Billig auf der Langstrecke ist derzeit der wohl heißeste Trend der Branche: Eine Fluggesellschaft nach der anderen kündigt entsprechende Pläne an. Zuletzt ließ Singapore-Airlines-Tochter Scoot verlauten, man plane Flüge von Europa nach Indien. Auf dieser Strecke könnte sie nun bald schon Konkurrenz bekommen. Die indische Billigfluggesellschaft Spicejet plant offenbar eine Order von Langstreckenflugzeugen.

Bisher fliegt Spicejet mit Boeing 737 auf der Kurz- und Mittelstrecke. Man erwäge aber nun, fernere Märkte wie Europa anzusteuern, sagte in der vergangenen Woche Chef Ajay Singh dem Sender Bloomberg TV. Die Herausforderung sei nun, das zu möglichst geringen Kosten zu tun. Airbus und Boeing müssten daher mit entsprechenden Angeboten auf ihn zukommen, so Singh. Konkret evaluiere man die Boeing 787-10, die größte Version des Dreamliners, sowie den Airbus A350-1000.

Kaufrechte für 50 Boeing-Flugzeuge

Was für Boeing sprechen könnte: Spicejet hat Kaufrechte für 50 Boeing-Flieger eines nicht festgelegten Typs. Die könnte die Fluggesellschaft also für Dreamliner verwenden. Der Langstreckenmarkt aus und nach Indien habe «enormes Potenzial», so Singh. «Aber man muss das mit den Kosten im Griff haben.» Denn auch wenn der Luftfahrtmarkt extrem schnell wachse, sei er weiterhin «unglaublich preissensitiv.»

Scoot hat offenbar das Gefühl, das geschafft zu haben. Die Tochter von Singapore Airlines will von der fünften Freiheit Gebrauch machen. Diese kommt dann zum Tragen, wenn eine Fluggesellschaft Passagiere von ihrem Heimatland in Land B bringt, dort neue Passagiere aufnimmt und sie in Land C fliegt.  Scoot fasst Ziele in ganz Europa ins Auge. Die Ticketpreise würden bei rund 350 Euro für einen Hin- und Rückflug liegen – inklusive Gepäck und Essen an Bord.

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