Flotte von Bahamasair: Die Airline droht, ihre US-Flüge zu verlieren.

Streit um GebührenSperren die USA Bahamasair aus?

US-Airlines und die Luftfahrtbehörde der Bahamas streiten seit Jahren über angeblich zu hohe Gebühren. In diesem Konflikt droht Bahamasair nun, zum Bauernopfer zu werden.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Destination Manager (w/m/d)

DERTOUR Destination Services AG
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse / Fluglotsin (w/m/d)

Studium
Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Top jobs
Langen b. Frankfurt
Deutschland
AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Die Bahamas sind berühmt für ihre traumhaften Strände und gelten als attraktive Steueroase. Die wichtigste Einnahmequelle für die rund 400.000 Einwohner des Inselstaates ist der Tourismus. Die Mehrheit der Reisenden stammt aus den USA. Pro Jahr zieht es rund zwei Millionen von ihnen auf die Karibikinseln. Alle großen US-Airlines haben den Flughafen Nassau, das Tor zu den Bahamas, im Programm.

Auch die größte Airline der Bahamas fliegt mehrere US-Ziele an, darunter Fort Lauderdale, Miami, Orlando, West Palm Beach und Raleigh-Durham. Allerdings nicht mehr lang, wenn es nach dem Willen des Lobby-Verbandes Airlines for America (A4A) geht. Der Verband, dem alle großen US-Airlines angehören, fordert vom Verkehrsministerium, Bahamasair den Flugbetrieb zu untersagen, berichtet das Portal Flightglobal.

Bahamasair wird instrumentalisiert

Das Spannende: Die Fluglinie selbst hat nichts falsch gemacht. Sie wird zum Bauernopfer in einem seit Jahren schwelenden Streit zwischen den Airlines in den USA und der Bahamas Air Navigation Services Authority (BANSA), der Luftfahrtbehörde des Landes. US-Airlines werfen der BANSA vor, unangemessen hohe Gebühren für die Flugsicherung zu erheben.

Laut A4A stehen die hohen Gebühren im Widerspruch zu den bestehenden Luftverkehrsabkommen zwischen den USA und den Bahamas. Der Lobbyverband bezeichnet diese Gebühren als «ungerechtfertigt, unangemessen diskriminierend, wettbewerbswidrig und überzogen».

US-Flüge nur aufgrund einer Ausnahmegenehmigung

Die Forderung kommt für Bahamasair zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt. Die Airline ist nur aufgrund einer Ausnahmeregelung berechtigt Linienflüge im Fracht- und Passagierverkehr im Rahmen des Luftverkehrsabkommens (ATA) zwischen den USA und den Bahamas durchzuführen. Diese Genehmigung ist stets auf zwei Jahre begrenzt.

Die aktuelle Genehmigung, über die bisher noch nicht entschieden wurde, läuft am 3. Oktober aus. Bahamasair beantragte Mitte August die Verlängerung dieser Genehmigung. A4A hatte Mitte September Einspruch erhoben. Gegenüber der Zeitung The Tribune äußerte sich der Chef von Bahamhasair optimistisch, weiter Flüge in die USA durchführen zu können.

Nicht der erste Versuch von A4A

Dies ist nicht der erste Versuch, Bahamasair für die aus US-Sicht überhöhten Gebühren verantwortlich zu machen. Bereits 2022 reichte A4A beim US-Verkehrsministerium eine Beschwerde gegen die Verlängerung der Ausnahmeregelung ein. Die Behörde wies den Antrag mit der Begründung zurück, dass sie nicht davon überzeugt sei, dass die Gebühren diskriminierend seien.

Mehr zum Thema

Boeing 737-500 von Bahamasair: Darf nicht mehr in die USA.

USA erteilen Jets von Bahamasair Landeverbot

Boeing 737-500 von Bahamasair: Die Flotte soll generalüberholt werden.

Bahamasair soll erstmals Gewinn einfliegen

Airbus A220 von Air Baltic: Bald in die USA unterwegs?

Air Baltic ebnet den Weg für Flüge in die USA

Marine One auf der Ellipse: Wegen der Bauarbeiten von hier unterwegs.

Neuer Ballsaal am Weißen Haus könnte Grund für Zwischenfall mit Trumps Helikopter und Embraer E170 sein

Video

Flughafen Düsseldorf U-Bahn 9
Nach sieben Jahren Bauzeit eröffnet Düsseldorf zwei neue U-Bahn-Linien. Sie binden erstmals den Flughafen an das Stadtbahnnetz der Landeshauptstadt an.
Jakob Wert
Jakob Wert
Der Moment bevor das Kleinflugzeug mit dem Helikopter Kollidiert: Jetzt ist der NTSB-Bericht erschienen.
Vor zwei Wochen kollidierten eine Cessna 150 und ein Bell 407 an einem Flugplatz in Pennsylvania. Was in den letzten Sekunden davor geschah, zeigt nun der erste Zwischenbericht der Untersuchungsbehörde NTSB.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A400M der Roal Air Force nach der Landung in Jan Mayen: Mit dem Transporter wurden Nato-Kontingente in die Arktis verlegt.
US-Marines, britische Royal Marines und norwegische Soldatinnen und Soldaten üben auf Jan Mayen. Airbus A400 M und Lockheed C-130 brachten für die Manöver neben Truppen auch Material auf die abgelegene Arktisinsel.
gerard al fil
Gérard Al-Fil