Flotte von Bahamasair: Die Airline droht, ihre US-Flüge zu verlieren.

Streit um GebührenSperren die USA Bahamasair aus?

US-Airlines und die Luftfahrtbehörde der Bahamas streiten seit Jahren über angeblich zu hohe Gebühren. In diesem Konflikt droht Bahamasair nun, zum Bauernopfer zu werden.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Die Bahamas sind berühmt für ihre traumhaften Strände und gelten als attraktive Steueroase. Die wichtigste Einnahmequelle für die rund 400.000 Einwohner des Inselstaates ist der Tourismus. Die Mehrheit der Reisenden stammt aus den USA. Pro Jahr zieht es rund zwei Millionen von ihnen auf die Karibikinseln. Alle großen US-Airlines haben den Flughafen Nassau, das Tor zu den Bahamas, im Programm.

Auch die größte Airline der Bahamas fliegt mehrere US-Ziele an, darunter Fort Lauderdale, Miami, Orlando, West Palm Beach und Raleigh-Durham. Allerdings nicht mehr lang, wenn es nach dem Willen des Lobby-Verbandes Airlines for America (A4A) geht. Der Verband, dem alle großen US-Airlines angehören, fordert vom Verkehrsministerium, Bahamasair den Flugbetrieb zu untersagen, berichtet das Portal Flightglobal.

Bahamasair wird instrumentalisiert

Das Spannende: Die Fluglinie selbst hat nichts falsch gemacht. Sie wird zum Bauernopfer in einem seit Jahren schwelenden Streit zwischen den Airlines in den USA und der Bahamas Air Navigation Services Authority (BANSA), der Luftfahrtbehörde des Landes. US-Airlines werfen der BANSA vor, unangemessen hohe Gebühren für die Flugsicherung zu erheben.

Laut A4A stehen die hohen Gebühren im Widerspruch zu den bestehenden Luftverkehrsabkommen zwischen den USA und den Bahamas. Der Lobbyverband bezeichnet diese Gebühren als «ungerechtfertigt, unangemessen diskriminierend, wettbewerbswidrig und überzogen».

US-Flüge nur aufgrund einer Ausnahmegenehmigung

Die Forderung kommt für Bahamasair zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt. Die Airline ist nur aufgrund einer Ausnahmeregelung berechtigt Linienflüge im Fracht- und Passagierverkehr im Rahmen des Luftverkehrsabkommens (ATA) zwischen den USA und den Bahamas durchzuführen. Diese Genehmigung ist stets auf zwei Jahre begrenzt.

Die aktuelle Genehmigung, über die bisher noch nicht entschieden wurde, läuft am 3. Oktober aus. Bahamasair beantragte Mitte August die Verlängerung dieser Genehmigung. A4A hatte Mitte September Einspruch erhoben. Gegenüber der Zeitung The Tribune äußerte sich der Chef von Bahamhasair optimistisch, weiter Flüge in die USA durchführen zu können.

Nicht der erste Versuch von A4A

Dies ist nicht der erste Versuch, Bahamasair für die aus US-Sicht überhöhten Gebühren verantwortlich zu machen. Bereits 2022 reichte A4A beim US-Verkehrsministerium eine Beschwerde gegen die Verlängerung der Ausnahmeregelung ein. Die Behörde wies den Antrag mit der Begründung zurück, dass sie nicht davon überzeugt sei, dass die Gebühren diskriminierend seien.

Mehr zum Thema

Boeing 737-500 von Bahamasair: Darf nicht mehr in die USA.

USA erteilen Jets von Bahamasair Landeverbot

Boeing 737-500 von Bahamasair: Die Flotte soll generalüberholt werden.

Bahamasair soll erstmals Gewinn einfliegen

Airbus A220 von Air Baltic: Bald in die USA unterwegs?

Air Baltic ebnet den Weg für Flüge in die USA

Bombardier Global 6500: Darf in den USA nicht verkauft werden, sagt Präsident Donald Trump.

Trump will Bombardier aus den USA verbannen - doch die Drohung birgt einen sachlichen Fehler

Video

Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ilyushin Il-96: Das Flugzeug ist am 16. September in Köln gelandet.
Eine Ilyushin Il-96 der russischen Spezialflugstaffel ist heute in Köln/Bonn gelandet. Vermutet wird, dass die Maschine Mitarbeitende des russischen Konsulats in Bonn abholt. Die Landung im Video.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies