Flieger von Southwest: Bald als Zubringer für einen internationalen Partner im Einsatz?

Interlining und CodeshareSouthwest sucht internationale Partner

Nach Ryanair überlegt sich mit Southwest Airlines eine nächste Billigairline, ein Codeshare- oder Interlining-Abkommen mit einer traditionellen Fluggesellschaft abzuschließen.

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Luftfahrt

Der Luftfahrtmarkt verändert sich – und mit ihm verändern sich auch die Geschäftsmodelle von Fluggesellschaften. Was man lange nie für möglich gehalten hätte, passiert plötzlich: Ryanair wird freundlich, Easyjet sucht Geschäftsreisende, westliche Anbieter kooperieren mit Golfairlines. Auch in den USA tut sich nun etwas. Southwest Airlines sucht nach internationalen Partnern, dank denen sie Gäste aus Übersee auf ihr Netzwerk locken kann.

Man sei erwachsen geworden, so Southwests Finanzchef Paul Cullen laut dem Reiseportal Skift. «Dabei haben wir festgestellt, dass Dinge, vor denen wir einmal Angst hatten, enormes Geschäftspotenzial in sich bergen.» Dazu würden auch Interlining- oder Codeshare-Abkommen gehören.

Große Partner und Nischenanbieter gesucht

Damit wäre es für Passagiere möglich, bei nur einer Fluglinie Umsteigeflüge zu buchen, auf denen dann das Gepäck durchgecheckt wird. Beim Codeshare käme noch hinzu, dass Southwest ihre Flugnummer auf den Flug der anderen Airline anwenden dürfte – und umgekehrt. Die Fluggesellschaft geht davon aus, dass man auf diese Weise weniger gut ausgelastete Flüge besser füllen könnte.

Wie Southwests Chef für internationale Planung Steven Swan erklärt, suche man die Nähe zu Partnern, die sich in Nischen aufhalten – wie etwa Icelandair. Aber auch Kooperationen mit großen internationalen Fluggesellschaften seien lukrativ. Wann es zu einem Abkommen kommen könnte, ist aber noch nicht bekannt.

Ähnlich wie Ryanair

Southwest geht mit diesen Überlegungen einen ähnlichen Weg wie Ryanair. Auch die irische Billigairline denkt laut darüber nach, Interlining-Abkommen mit traditionellen Anbietern abzuschließen.

Am wahrscheinlichsten ist eine solche Kooperation derzeit mit der irischen Konkurrentin Aer Lingus, die wie British Airways und Iberia zur International Airlines Group gehört. «Ich bin optimistisch, dass wir in sehr naher Zukunft etwas eintüten und wäre sehr überrascht, wenn sich vor Ende des Sommers nichts ergibt», erklärte IAG-Chef Willie Walsh noch im Juni im Interview mit aeroTELEGRAPH. «Wir reden bereits mit ihnen über Details und wissen, dass ein solcher Codeshare funktionieren würde und Sinn macht.»

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