Vorfall bei American AirlinesSocial Media verändert Airline-Kommunikation

Schon wieder wirft ein Handyvideo schlechtes Licht auf eine Airline - dieses Mal ist American Airlines dran. Doch die Fluggesellschaft reagierte schneller und lieferte ein Beispiel, wie man im Zeitalter von Social Media kommunizieren muss.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die letzten Wochen waren so etwas wie ein Live-Kurs darüber, wie die Sozialen Medien die Luftfahrtbranche verändern. Und darüber, wie man sich als Fluggesellschaft verhalten soll, oder eben auch nicht. Das Negativbeispiel United Airlines wird so schnell nicht vergessen werden. Nachdem ein Passagier gewaltsam aus einem Flugzeug der Airline geholt und dabei verletzt wurde, dauerte es viel zu lange, bis sich United schließlich dafür entschuldigte. 

Zwar gelobte United Chef Oscar Munoz Besserung – und kündigte auch schon Maßnahmen an, wie United in Zukunft mit überbuchten Flügen umgehen will. Ein Rauswurf aus dem Flugzeug soll nicht mehr möglich sein. Doch all das geschah zu spät. Und es kostete Munoz die Beförderung. Eigentlich hätte der Manager nächstes Jahr auch Vorsitzender des Verwaltungsrats von United werden sollen, so stand es in seinem Arbeitsvertrag. Doch nun wurde die Klausel geändert, teilt die Fluglinie mit. Munoz habe das selbst vorgeschlagen. Die Kritiker, die in Sozialen Netzwerken immer lauter wurden, hätten die Beförderung nicht goutiert.

American reagierte schneller

Wie man im Fall eines potenziellen Imageschadens richtig kommuniziert, zeigte nun American Airlines. Auch bei dieser Fluglinie kam es an Bord einer Maschine zu einem äußerst unschönen Streit. Ein Flugbegleiter soll einer jungen Mutter einen Buggy gewaltsam entrissen haben, den sie mit an Bord genommen hatte und sie dann verbal angegriffen haben. Als ein anderer Passagier der Frau zu Hilfe kommen wollte, drohte der Flugbegleiter diesem Gewalt an. Die Mutter ist auf dem Video eines Mitreisenden in Tränen aufgelöst zu sehen.

American Airlines reagierte schnell. Der Flug aus San Francisco landete am Freitagabend um 19:45 Uhr in Dallas. Minuten später hatte die Fluggesellschaft bereits eine Mitteilung veröffentlicht, in der sie sich entschuldigte und erklärte, man untersuche den Fall. Am Samstag war klar: Der Flugbegleiter wird suspendiert. Die Passagierin hatte laut American einen anderen Flug genommen und auf diesem ein Upgrade in die First Class erhalten. Mit der schnellen Reaktion dürfte es der Airline wohl gelungen sein, die Eskalation zu verhindern.

Kunden erhalten mehr Macht

Fluggesellschaften müssen sich zunehmend darauf vorbereiten, jederzeit reagieren zu können, falls so etwas geschieht. Über Social Media erhalten sie direktes Feedback über den Service – und gerade Videos von Negativbeispielen wie denen von United Airlines und American können sich nachhaltig auf das Image auswirken. Die Kunden haben dadurch viel mehr Macht als früher.

Wie das ausgehen kann, zeigt ein Beispiel, das sich ebenfalls bei American Airlines ereignete. Der Surfer Alex Gray schrieb American öffentlich über Instagram an, weil beim Transport drei von vier Surfbrettern zerbrochen waren. Die News verbreiteten sich rasant – und Gray hatte Erfolg: Einige Tage später verkündete der Surfer ebenfalls bei Instagram, die Fluggesellschaft habe zugesagt, ihm die zerstörten Bretter und die Tasche zu erstatten und ihm auch die Gepäckgebühr zurückzuzahlen.

Mehr zum Thema

Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.

Neues Video zeigt, wie Fahrwerk der Boeing 767 von United Airlines den Laster streift

ticker-united-airlines

United: Passagier greift Crewmitglied an und will ins Cockpit

Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.

Boeing 767 von United Airlines trifft bei Landung in Newark Lastwagen und Lichtmast

Flugzeuge von American Airlines: Die Airline setzt auf mehr Premium und ein größeres Netzwerk.

American Airlines setzt jetzt mit voller Kraft auf Premium statt Fusion

Video

Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Evakuierung des AIrbus A321 Neo von Frontier Airlines: Viele nehmen ihr Gepäck mit.
Nach dem tödlichen Zwischenfall auf der Startbahn in Denver geriet auch die Evakuierung des Airbus A321 Neo in den Fokus. Erneut haben zahlreiche Passagiere trotz Rauchentwicklung ihr Handgepäck mitgenommen. Nun ermitteln die Behörden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
copa airlines muttertag
Wo können Mutter und Kind den Muttertag am besten verbringen? Im Cockpit, war die Antwort der Familie Freitas bei Copa Airlines.
Timo Nowack
Timo Nowack