Flughafen Nizza: Swiss streicht Flüge von Zürich.

Viele FlugausfälleSo trifft Frankreichs Streik Europas Luftfahrt

Frankreichs Fluglotsen streiken und sorgen damit für Flugausfälle und Verspätungen. Bei Billigflieger Ryanair fallen besonders viele Verbindungen aus.

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In Frankreich haben die Gewerkschaften Millionen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Damit wollen sie gegen Teile der geplanten Arbeitsmarktreform von Präsident Emmanuel Macron protestieren, der rund 120'000 Stellen im öffentlichen Dienst streichen will. Betroffen vom Streik sind unter anderem Schulen, Krankenhäuser, Post und auch Flughäfen, an denen die Fluglotsen streiken.

Der Ausstand begann am späten Montagnachmittag (9. Oktober) und soll am frühen Mittwochmorgen (11. Oktober) enden. Air France teilte am Dienstagmorgen (10. Oktober) mit, dass die französische Luftfahrtbehörde die Airlines aufgefordert habe, Flüge ab und zu Pariser Flughäfen zu reduzieren. Gleiches gelte für einige regionale Airports. Man erwarte, am Dienstag alle Langstreckenpassagiere ab und nach Paris-Charles de Gaulle und Orly transportieren zu können, so Air France. Bei den Kurz- und Mittelstrecken will die Fluggesellschaft fast 75 Prozent der Flüge durchführen, verweist aber darauf, dass es kurzfristig zu Verspätungen und Flugstreichungen kommen kann.

Alleine Ryanair streicht rund 220 Flüge

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss annullierte für Dienstag sieben Flüge zwischen Zürich und Paris/Nizza sowie für Mittwoch einen zwischen Zürich und Paris. Billigflieger Ryanair strich am Dienstag sogar rund 220 Flüge. Besonders trifft es dabei Verbindungen nach und aus Großbritannien. Lufthansa weist darauf hin, dass «im Flugverkehr von, nach und über Frankreich Verspätungen und Annullierungen» zu erwarten sind. Billigtochter Eurowings schreibt, dass es zu «Unregelmäßigkeiten bei den Flügen von und nach Frankreich sowie zu Verspätungen im gesamten Streckennetz kommen» kann. Beide bitten die Flugäste, den aktuellen Flugstatus zu prüfen. Auch weitere Airlines sind betroffen.

Der Lotsenstreik hat nicht nur Auswirkungen auf Verbindungen von und nach Frankreich. Auch Routen, die durch französischen Luftraum führen, etwa von Deutschland nach Spanien, können betroffen sein. Der Verband Airlines for Europe schätzte, dass der Streik mindestens 1000 gestrichene Flüge sowie erhebliche Verspätungen zur Folge haben wird.

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