Airbus A321 Neo von Swiss: Auf Sondermission.

SondermissionSo organisieren Lufthansa und Swiss die Evakuierungsflüge

Ein Sonderflug in Krisenregionen - da kann einem schon mulmig werden. Doch Airlines bereiten Flüge und Crews besonders auf die Spezialmissionen vor.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Die ersten Sonderflüge von Tel Aviv nach Zürich sind erfolgreich gelandet. «Es bedeutet uns viel, dass wir Schweizerinnen und Schweizer in die Heimat zurückbringen konnten. Dies war nur möglich, dank eines außerordentlichen Efforts sämtlicher Beteiligten von der Planung bis zur Abfertigung und nicht zuletzt dank des grossen Einsatzes der Besatzungsmitglieder», sagt dazu Stefan-Kenan Scheib, Kapitän des ersten Evakuierungsfluges.

Am Donnerstag (12. Oktober) startet ein weiterer Sonderflug von Swiss in Kooperation mit dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Auch dieser Flug ist ausschließlich über eine spezielle Hotline buchbar, die vom EDA an die Auslandschweizerinnen und -schweizer sowie Schweizer Reisende in Israel kommuniziert wurde.

Crews stellen sich freiwillig zur Verfügung

Der Flug LX7354 wird um 11.00 Uhr in Zürich abheben und um 16.00 Uhr Lokalzeit in Tel Aviv landen. Start für den Rückflug mit der Flugnummer LX7355 ist 17.00 Uhr mit Landung in Zürich um 20.20 Uhr. Swiss führt den Flug mit einem Airbus A321 Neo durch, der über 215 Sitzplätze verfügt.

Die Crews für die Sonderflüge, so betont Swiss, hätten sich alle freiwillig zur Verfügung gestellt. Im Vorfeld des Fluges würden diese auch umfassend informiert, da es sich ja nicht um normale Linienflüge handelt. Auch andere Abläufe sind anders, verrät Swiss aeroTELEGRAPH. So wird auf den Sonderflügen mehr Treibstoff getankt, «um genügend Spielraum zu haben für eine mögliche Ausweichlandung», so eine Sprecherin.

Lufthansa nimmt Techniker mit

Man beobachte die Entwicklung der Lage ständig und sehr genau. «Bis zur Landung beurteilen wir die Lage immer wieder neu und erst, wenn sie als sicher eingestuft wird, landet das Flugzeug. Zudem stehen wir selbstverständlich in engem Kontakt mit den Behörden», so die Sprecherin. Auch Lufthansa startet am Donnerstag Evakuierungsflüge. Nach Frankfurt gibt es zwei Flüge ab Tel Aviv, um 13.30 Uhr und um 16 Uhr. Nach München geht es um 14.30 Uhr und um 17 Uhr.

Bei Lufthansa erfolgt die Bereederung der Flüge nur durch Freiwillige. Es haben sich deutlich mehr gemeldet, als nötig gewesen wären, so ein Sprecher der Airline zu aeroTELEGRAPH. Um möglichst wenig Personal vor Ort in Tel Aviv zu beanspruchen schickt die Airline außerdem Techniker und Beladungsspezialisten mit. Aus demselben Grund gehen die Flüge auch mit Catering und Maximalbetankung raus, heißt es weiter.

Auch weiter Linienflüge

Neben Lufthansas anstehenden Sonderflügen gibt es auch weiterhin normale Flugverbindungen von Tel Aviv nach Deutschland. Eine Übersicht finden Sie im Artikel: Welche Flüge es aktuell von Israel nach Deutschland gibt.

Anders sieht es in den Niederlanden aus. KLM hatte ebenfalls Evakuierungsflüge geplant, hat diese aber am Mittwochabend (11. Oktober) wieder abgesagt. Das Militär übernimmt. «KLM freut sich, dass das Verteidigungsministerium einen Militärflug zur Verfügung stellen kann, um niederländische Staatsangehörige aus Tel Aviv sicher nach Hause zu bringen», heißt es von der Airline. KLM habe leider entscheiden müssen, keinen Rückführungsflug durchzuführen.

«Nicht möglich, einen sicheren Flug für Passagiere und Besatzung durchzuführen»

«Wir wollten der Bitte des Außenministeriums um Rückführung niederländischer Staatsangehöriger aus Tel Aviv nachkommen, sofern ein sicherer Flugbetrieb möglich war», so die Airline. «Nach den Erfahrungen des heutigen Militärfluges und den neuesten Informationen über die Lage in Israel ist es der zivilen Luftfahrt jedoch nicht möglich, einen sicheren Flug für Passagiere und Besatzung durchzuführen.»

Mehr zum Thema

Die Region rund um den Flughafen Tel Aviv am 7. Oktober um 22:02 Uhr (MESZ): Wenig Verkehr.

Angriffe auf Israel: Lufthansa streicht bis Montag alle Flüge

Boeing 737-900 von El Al: Die Airline steuert drei deutsche Airports an.

Welche Flüge es aktuell von Israel nach Deutschland gibt

Airbus A300 Neo von Condor: Der Streit mit Lufthansa schwelt weiter.

Condor sieht sich weiterhin durch Lufthansa behindert – und schließt neue Beschwerde nicht aus

Worldshop von Lufthansa in Frankfurt: Dieser Standort bleibt bestehen.

Lufthansa schließt ein Drittel der Flughafen-Worldshops

Video

Erster Being 737-800 Kombifrachter: Air Inuit hat das Flugzeug am 13. Januar in den Liniendienst aufgenommen.
Fast fünfzig Jahre prägten röhrende 737-200 C den Alltag im Norden Québecs. Jetzt hebt erstmals eine Boeing 737-800 Kombi für Air Inuit ab – mit 90 Sitzen, Palettenfracht und als Weltpremiere.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies