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Grounding wegen Corona-Krise

So schickt Brussels Airlines ihre Jets in den Corona-Schlaf

Die belgische Fluggesellschaft legt den Großteil ihrer Flotte still. Das ist aufwendig. Ein Blick auf die Maßnahmen von Brussels Airlines.

Ein paar wenige Flugzeuge stehen noch für Spezialeinsätze bereit. Den Rest der Flotte hat Brussels Airlines stillgelegt. Frühestens am 15. Mai werden die Flieger wieder abheben. Denn bis dahin hat die belgische Fluggesellschaft den Betrieb gestoppt.

Die stillgelegten Airbus A319, A320 und A330 werden nicht einfach geparkt. Sie werden gelagert, im Branchenjargon spricht man von Storage.  Dutzende von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Brussels Airlines sorgten in den letzten Wochen dafür, dass die Flieger auch nach dem Neustart schnell wieder flugtüchtig sind.

Gegen nistende Vögel

Unter anderem werden Triebwerke und Fahrwerke abgedeckt. So verhindert man, dass es zu Korrosion kommt und Vögel darin ihre Nester bauen. Auch alle Fenster werden verklebt, damit Sitze und Teppiche im Innern der Flugzeuge sich nicht durch das Sonnenlicht verfärben. Zudem werden alle Öffnungen dichtgemacht, damit sich kein Staub ansammeln kann.

Bei einem Airbus A330 dauern die Aufgaben 400 Personenstunden. Doch auch wenn das alles geschafft ist, ist die Arbeit nicht erledigt. 30 Techniker und Ingenieure von Brussels Airlines arbeiten momentan nur daran, die stillgelegte Flotte zu unterhalten. Sie bewegen beispielsweise die Räder täglich ein klein wenig, damit es nicht zu Schäden durch einseitige Belastungen kommt.

Mehr darüber, wie Flugzeugen gelagert werden, lesen Sie im Artikel «Der Unterschied zwischen Parken und Lagerung», den Sie unter «Mehr zum Thema» finden. In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie zudem Bilder der Einlagerungsarbeiten bei Brussels Airlines.



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