Kapitän Holger Giebson: Wollte sich nicht zum Airbus-A380-Piloten umschulen lassen.

Podcast LuftraumSo ist das Leben als deutscher Boeing-777-Pilot bei Emirates

Er begann bei Lufthansa, doch mittlerweile fliegt Holger Giebson seit rund 20 Jahren für Emirates. In unserer neuen Podcast-Folge spricht der Pilot über die beiden Airlines, über die betrieblichen Probleme bei hohen Temperaturen und über Thrombosestrümpfe.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

«Ein kleines Reihenendhaus, ein kleiner Garten hinten raus, mit Blick in die Wüste» - so beschreibt Holger Giebson, wie er in Dubai lebt. Der deutsche Pilot arbeitet seit 20 Jahren für Emirates und erzählt davon in der neuen Folge unseres Podcasts Luftraum.

Begonnen hat Giebson seine Karriere 1990 bei Lufthansa auf der Boeing 737-200 - es folgten 737-300, -400 und -500. «1997 habe ich umgeschult auf Boeing 747-400», so der Pilot. Zuerst flog er das Modell im normalen Linienbetrieb, dann folgte etwas Besonderes.

«Private 747-400 für den Kunden geflogen»

Lufthansa habe «ein Abkommen mit einer Regierung in Südostasien» gehabt, erzählt Giebson. Die deutsche Fluglinie habe Wartungs- und Flugpersonal für die Regierungsflotte gestellt. «Ich bin die private 747-400 für den Kunden im weltweiten Streckennetz geflogen.»

2003 wechselte der Kapitän dann zu Emirates. Bei der Fluggesellschaft aus Dubai fand er damals noch eine vergleichsweise kleine Flotte vor: 50 Flugzeuge, davon 21 Boeing 777, der Rest Airbus A330. Zum Vergleich: Heute hat die Emirates insgesamt rund 260 Flugzeuge.

«Ab 38 Grad Celsius haben wir Abschläge»

Giebson ist im Emirat geblieben und fliegt bis heute Boeing 777, meist in der Passagier-, manchmal aber auch in der Frachtversion. «Denn es gibt interessante Ziele, die nicht im Passagiernetzwerk mit drin sind», erklärt der Pilot. «Ich hatte letztes Jahr im November zum Beispiel drei Übernachtungen in Saragossa, was ein Nicht-Passagier-Ziel ist.» An Bord seien dann statt menschlichen Fluggästen beispielsweise Pferde oder Autos.

Eine Herausforderung sind in Dubai die hohen Temperaturen im Sommer. «Ab 38 Grad Celsius haben wir Abschläge, was die Leistung der Triebwerke angeht», sagt Giebson. Besonders bei den sehr langen Strecken Richtung Nordamerika sei es daher wichtig, dass die Flugzeuge in den kühleren Nacht- und Morgenstunden starten. «Wenn es wärmer wird, hat man locker mal fünf, sechs, sieben, acht Tonnen, die man nicht mitnehmen kann.»

Mit Thrombosestrümpfen in die Boeing 777X

Im ganzen Gespräch erzählt Holger Giebson auch, warum er sich nicht hat auf den Airbus A380 umschulen lassen, wie er über die Boeing 777X denkt und wie er es mit Thrombosestrümpfen im Cockpit hält. Hören Sie es hier in unserer neuen Podcast-Folge:

Mehr zum Thema

Emirates muss Airbus-A350-Start noch weiter nach hinten schieben

Emirates muss Airbus-A350-Start noch weiter nach hinten schieben

Übersteht man einen fast 22-stündigen Flug in der Economy Class?

Übersteht man einen fast 22-stündigen Flug in der Economy Class?

Emirates bringt Boeing 777 mit neuer Kabine auch nach Zürich - und öfter nach Genf

Emirates bringt Boeing 777 mit neuer Kabine auch nach Zürich - und öfter nach Genf

ticker-emirates

Emirates verschenkt Hotelübernachtungen in Dubai

Video

2005: Boeing 737-800 (VH-XZJ) «Mendoowoorrji»
Rund 13 Jahre lang flog die Boeing 737 namens Mendoowoorrji mit einem Aborigine-Kunstwerk auf dem Rumpf um die Welt. Nun wird das Flugzeug von Qantas umlackiert, ganz verschwindet die Geschichte aber nicht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Special Olympics Airlift 2025: Zahlreiche Jets nehmen an der Aktion teil.
Vom 20. bis 26. Juni finden die Special Olympics USA Games statt. Zur Anreise können die Athletinnen und Athleten den Special Olympics Airlift nutzen, bei dem Flugzeugbesitzer ihre Flieger kostenlos zur Verfügung stellen. Erstmals ist auch eine Boeing 777 dabei.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
König Felipe VI. und Prinzessin Leonor: Flogen gemeinsam.
Prinzessin Leonor befindet sich auf der letzten Etappe ihrer militärischen Ausbildung. Ein Höhepunkt folgte nun in San Javier: Die spanische Thronfolgerin flog gemeinsam mit König Felipe VI. in einer Formation – mit einer Pilatus PC-21.
gerard al fil
Gérard Al-Fil