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Skyworks angeschlagener Partner

Die Schweizer Regionalfluglinie und die deutsche MHS Aviation wollen zusammen stark werden. Es ist ein Verbund von defizitären Firmen.

Skywork

Dornier 328 von Skywork Airlines: Auch MHS besitzt den Flugzeugtyp.

Gemeinsam wollen sie stark sein. Man habe nun eine «zielführende Strategie, um in Zukunft Synergien besser auszuschöpfen und Skaleneffekte zu erzielen», erklärten MHS Aviation aus dem bayerischen Grünwald und Skywork Airlines aus Bern am Freitag (4. Oktober). Basis ihrer strategischen Partnerschaft ist die streckenweise typengleiche Flotte. Beide setzen stark auf die Dornier 328-100. Das ermögliche eine gemeinsame Flugplanung, Einsatzplanung der Besatzungen und Wartung und somit Einsparungen. So wollen die beiden Fluggesellschaften ihre Zukunft sichern.

Doch es sind nicht zwei starke Partner, die sich hier zusammentun. MHS Aviation schrieb in den letzten vier Jahren nie Gewinn. Im Gegenteil: 2012 resultierte ein Jahresfehlbetrag von 903’463 Euro. 2011 flog MHS mit 742’358 Euro in die roten Zahlen, 2010 betrug das Minus 361’733 Euro. 2009 erreichte MHS gerade mal eine schwarze Null. Inzwischen steht in den Büchern ein Verlustvortrag von 1,7 Millionen Euro. Das Eigenkapital ist damit mehr als aufgebraucht. Auf Anfrage von aeroTELEGRAPH heißt es von MHS-Geschäftsführer Andreas Otto nur: «Der anhaltende Druck auf die Preise, die hohen Kosten und der Wettbewerb macht vor uns nicht halt.» Man erhoffe sich aber Synergien von der Zusammenarbeit mit Skywork.

Ehemaliger Cirrus-Gründer mit dabei

Doch auch Skywork schreibt Verluste. Sie liegen ungleich höher. Umgerechnet 20 Millionen Euro waren es 2011 und 2012 resultierte nochmals ein Minus im zweistelligen Millionenbereich. Der ursprüngliche Besitzer Daniel Borer warf deshalb Anfang des laufenden Jahres das Handtuch. Er hatte seine Schmerzgrenze der auflaufenden Verluste bei 40 Millionen Euro angesetzt. Gemäß Insidern verschlang insbesondere die Wartung sehr viel Geld.

MHS Aviation gehört dem ehemaligen Cirrus-Airlines-Gründer Chef Gerd Brandecker. Mit drei Do328 fliegt die Airline im Wet Lease für diverse Fluglinien, etwa die dänische Sun Air. Daneben betreibt sie ein Chartergeschäft mit Businessjets und Hubschraubern. Letzten Januar kündigte MHS auch an, die Strecke von Mannheim nach Berlin aufnehmen zu wollen. Doch passiert ist seither nichts. Skywork fliegt mit fünf Do328 und zwei Dash 8-400 ab der Basis in Bern 26 Ziele in elf Ländern an.



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