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Beirut

Gewehrkugeln treffen an Silvester drei Flieger

Im Libanon fallen regelmäßig in der Silvesternacht Freudenschüsse. Dadurch wurden auch Flugzeuge von Middle East Airlines MEA beschädigt, darunter ein Airbus A321 Neo.

Airbus

Neuer MEA-Flieger: Einer der Jets wurde schon beschädigt.

Feuerwerk zum Jahreswechsel ist vielen Libanesen offenbar nicht genug. In der Silvesternacht hört man immer wieder Schüsse, weil Männer mit Gewehren und Pistolen umherschießen, um das Jahr zu begrüßen. Bereits Anfang Dezember hatte die Regierung das Abfeuern von Schüssen an Silvester eigentlich untersagt und hohe Strafen in Aussicht gestellt. Denn der Brauch hat immer wieder auch Menschenleben gekostet.

Doch das hat offenbar nichts gebracht. Den 1. Januar 2021 begannen viele im Land damit, die durch die Kugeln verursachten Schäden zu begutachten – so auch Middle East Airlines MEA. Chef Muhammad Al-Hout erklärte danach, dass drei Flugzeuge seiner Airline von Gewehrkugeln beschädigt worden seien. Die drei Jets waren am Rafic Hariri International Airport geparkt, so der Manager zum Nachrichtenportal Lebanon 24.

Neue Flugzeuge von MEA betroffen

«Es ist nicht das erste Mal, dass Flugzeuge von Gewehrkugeln getroffen werden», so Al-Hout. Dutzende Jets seien in den vergangenen Jahren wegen des Silvesterbrauchs beschädigt worden. Um welche Flieger genau es sich handelt, verrät Middle East Airlines nicht. Die Airline erklärte aber, dass «moderne Flugzeuge» und «neue Flieger» betroffen seien. Die Folge sind hohe Reparaturkosten.

Erst im Dezember hatte MEA die ersten vier Airbus A321 Neo erhalten. Bilder der Schäden zeigen, dass es sich mindestens bei einem der Flieger um einen der A321 Neo handelt, weil man sehen kann, dass es sich um die mit den neuen Jets vorgestellte neue Bemalung handelt. Eine so große blaue Fläche gibt es auf älteren Jets der Airline nicht.

Auch Verletzte und Tote

Die Schüsse führten nicht nur zu Sachschäden. Mehrere Menschen, darunter auch Kinder, wurden durch die Kugeln in der Silversternacht verletzt. Einige Opfer starben an ihren Verletzungen. Die Behörden suchen nun die Verantwortlichen.

Auch in Kolumbien kann es in der Silvesternacht zu einem Zwischenfall. Ein Airbus A319 von Avianca stieß beim Anflug auf die Hauptstadt Bogotá mit einer Himmelslaterne zusammen. Die Passagiere waren laut der Fluglinie aber zu keinem Zeitpunkt gefährdet.



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