Jet von Southwest: Die Situation war brenzlig.

«Wir haben ihn aufgeweckt»

Eine B737 von Southwest kam einem anderen Flieger gefährlich nah - absichtlich, wie sich jetzt herausstellte.

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Wie jetzt bekannt wurde, ereignete sich Ende März 2011 ein absurder Zwischenfall im Luftraum über Florida. Eine Cirrus SR 22 hatte offenbar den Kontakt zum Kontrollturm verloren. Warum, wusste dort niemand. Dementsprechend besorgt waren offenbar die Lotsen. So besorgt, dass sie die Hilfe einer Pilotin von Southwest Airlines suchten. Sie war mit einer Boeing B737 unterwegs in Richtung Orlando, als die ungewöhnliche Anfrage sie erreichte: Man habe den Kontakt zu dem anderen Flieger verloren, ob sie einmal nachschauen könnte, was da los sei.

Wie die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration FAA jetzt bekannt gab, kamen die Jets sich dabei sehr nah. 160 Meter über und nur 30 Meter neben dem kleineren Flieger bewegte sich das Passagierflugzeug. Dem voraus ging eine Konversation zwischen Pilotin und Tower: Nachdem klar war, dass die Cirrus nach Links gedreht hatte, meldete die Pilotin: «Okay, wir drehen mit und schauen was Sache ist!» Bald darauf meldet sie: «Wir sind so nah, dass ich Hände im Inneren sehen kann - allerdings keine Bewegungen.»

Den Piloten geweckt

Danach regelte sich das Problem. Beide Flieger konnten sicher landen. «Offenbar haben wir ihn geweckt», so der Lotse. «Toll, wunderbar», lautete die Antwort aus der B737. Die FAA findet das allerdings weniger wunderbar. Laut der Behörde kamen sich die Jets viel zu nah. Das sei eine ernsthafte Gefährdung für alle Beteiligten gewesen, heißt es. Der Kontrollturm rechtfertigt sich damit, dass das Flugzeug eine ernsthafte Bedrohung für das nahe gelegene Kennedy Space Centre und für Disney World dargestellt hätte. Nun untersuchen die Behörden den Vorfall. Doch das dürfte mindestens ein Jahr dauern.

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