Das Engineered Materials Arresting System bremst den Jet: Neue Entwicklung mit Potenzial.

Spezialbeton hilft überschießende Flugzeuge zu bremsen

Immer wieder schießen Flugzeuge über die Piste. Dabei gäbe es eine einfache Lösung, um das zu verhindern.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Mehr als 30 Mal passierte es in den letzten 15 Jahren. Die Bremssysteme des Passagierflugzeuges versagten und der Jet raste auf das Pistenende zu. Jeder zehnte dieser Zwischenfälle endete in einer Katastrophe, weil das Flugzeug von den Piloten nicht mehr vor Ende der Landebahn gestoppt werden konnte. So auch im Dezember 2009, als eine Boeing B737-800 von American Airlines am Flughafen Kingston über die Piste hinausrutschte und der Rumpf der Maschine an mehreren Stellen auseinander brach. Zum Glück wurden damals nur zwei Passagiere verletzt.

Eigentlich gäbe es bereits eine patentierte Lösung für dieses Problem: Engineered Materials Arresting System oder Emas nennt sich die bauliche Maßnahme an Flughäfen, welche Flugzeuge vor Katastrophen bewahren soll. Am Ende der Landebahn wird dazu ein Bereich aus stark Energie absorbierendem Beton angebaut, welcher Jets im Notfall automatisch und ohne jeglichen Schaden stoppen kann. Das Fahrwerk des Flugzeugs sinkt einfach in den Beton ein und das Flugzeug wird so zum Halt gebracht. Laut dem Hersteller Zodiac Aerospace hätte mit Emas etwa auch das Unglück von Air France Flug AF358 im August 2005 verhindert werden können. Damals schoss ein Airbus in Toronto über die Landebahn hinaus und ging in Flammen auf. Niemand wurde dabei verletzt.

Nirgends obligatorisch

Überraschenderweise ist Emas jedoch kein obligatorisches Sicherheitssystem an Flughäfen - weder in den USA, noch in Europa oder Asien. Ende 2010 waren gerade einmal 51 Landepisten auf 35 Flughäfen in den Vereinigten Staaten mit Emas ausgerüstet, unter ihnen der große New York John F. Kennedy Airport. Außerhalb der USA sind nur Madrid-Barajas in Spanien und Jiuzhai Huanglong in China mit dem System ausgestattet.

Mehr zum Thema

ticker-air-france

Air France fliegt Papst Leo XIV mit Airbus A321 und Rafale-Eskorte

ticker-air-france

Air France erweitert kombiniertes Bahn- und Flugangebot um TGV-Ouigo-Verbindungen

ticker-air-france

Air France baut La-Première-Angebot in die USA weiter aus

ticker-air-france

Air France-KLM baut Angebot in Portugal deutlich aus

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier