Germanwings-Airbus A319: Erkannte die Gefahr im letzten Moment.

Sekunden vor einer Kollision

Ein Flieger der Billigairline Germanwings und eine Maschine von Turkish Airlines entgingen in Dublin nur knapp einem fatalen Zusammenstoß.

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Nur 10 Sekunden trennten die 235 Menschen an Bord der zwei Flieger vom Desaster: Ein Airbus A319 der Lufthansa-Tochter Germanwings wollte gerade am Flughafen Dublin landen. Doch der Pilot sah auf der Landebahn plötzlich einen anderen Flieger. Die Boeing B737 von Turkish Airlines hatte nicht auf die Ansagen aus dem Kontrollturm gehört und war um 10.26 Uhr fälschlicherweise auf die Landebahn abgebogen - wo nun gerade der Germanwings-Flieger aufsetzen sollte, wie die Irish Times berichtet.

Der Pilot der deutschen Maschine konnte im letzten Moment ein Desaster verhindern. «Wir kehren um. Da ist ein Flugzeug auf der Landebahn», gab er dem Tower durch und startete durch. Nur 144 Fuß (rund 44 Meter) trennten die beiden Flieger zu diesem Zeitpunkt noch voneinander, wie verschiedene irische Medien berichten. Der zweite Landeversuch verlief ohne Zwischenfälle. An Bord der Germanwings-Maschine befanden sich 125 Passagiere plus 5 Besatzungsmitglieder, im Turkish-Flieger sassen 99 Reisende und 6 Crew-Mitglieder.

Pilot war abgelenkt

Der Zwischenfall ereignete sich am 16. Oktober letzten Jahres. Doch erst am Freitag (11. November 2011) veröffentlichte die irische Ermittlungsbehörde Air Accident Investigation Unit (AAIU) nun einen Bericht dazu. Darin bezeichnen die Ermittler die Fast-Kollision als «ernsthaften Zwischenfall». Der Pilot der Turkish-Airlines-Maschine hatte zu seiner Verteidigung erklärt, er habe administrative Aufgaben zu erledigen gehabt. Daher hatte er nicht nach draußen geschaut und die Linie am Boden übersehen, vor der er hätte stoppen müssen. Die Air Accident Investigation Unit hat in der Folge Turkish Airlines dringend angeraten, ihre Abläufe zu überprüfen. Dass Piloten zu jeder Zeit den Blick aus dem Fenster richten, sei Pflicht.

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