Doch bis der Rückflug OS556 nach Wien abheben konnte, dauerte es deutlich länger. Das lag daran, dass am Gate versehentlich die vordere Notrutsche der Boeing 767 ausgelöst wurde. Sie blies sich auf und knallte auf das Vorfeld des Aéroport international Pierre-Elliott-Trudeau de Montréal. Dies zeigen Bilder aus Sozialen Medien, auf denen Mitarbeitende zu sehen sind, welche die Situation vom Boden und vom Flieger aus begutachten.
Austrian Airlines ließ Notrutsche der Boeing 767 ausbauen
Austrian Airlines bestätigt den Zwischenfall gegenüber aeroTELEGRAPH. Niemand sei zu Schaden gekommen, so die Lufthansa-Tocher. Das Malheur hatte allerdings einigen Aufwand zur Folge. Fachleute mussten zuerst die Rutsche ausbauen. «Nach einer entsprechenden Inspektion und Freigabe wurde die betroffene Türe für den Rückflug nach Wien gesperrt» so die Sprecherin von AUA.
Da die Anzahl der nutzbaren Ausgänge an die Passagierzahl angepasst sein muss, damit Evakuierungen auch wirklich so schnell wie vorgegeben vonstatten gehen können, musste Austrian Airlines zudem einige Fluggäste ausladen. Statt der geplanten 209 Reisenden konnten nur noch 141 mit der Boeing 767 nach Wien zurückfliegen. «Die davon betroffenen Gäste wurden umgehend auf alternative Verbindungen umgebucht» so die Sprecherin weiter.
Kürzlich ähnlicher Vorfall in Montreal - mit British Airways
Die OE-LAE startet schließlich mit etwas mehr als anderthalb Stunden Verspätung in Montreal Richtung Wien. Geflogen ist sie seither nicht mehr. «Aktuell erfolgen gerade die finalen Reparaturmaßnahmen hier bei Austrian Airlines Technik in Wien», so die Sprecherin. Die Boeing 767-300 ER ist morgen wieder im regulären Betrieb eingeplant. Dann soll sie nach Boston und zurück fliegen.
. aeroTELEGRAPH