Aeroflot-Jets: Es fehlen Teile.

ErsatzteilmangelNeun Aeroflot-Jets sind mit deaktivierten Bremsen unterwegs

Der Ersatzteilmangel setzt Russlands Luftfahrt weiter zu. Jetzt fliegen Jets von Aeroflot mit deaktivierten Bremsen - offenbar, um Teile zu schonen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Für Millionen Dollar haben russische Airlines sich in den vergangenen Monaten Ersatzteile über Umwege besorgt - denn direkt von westlichen Unternehmen können sie diese seit Russlands Angriff auf die Ukraine nicht mehr beziehen, Sanktionen verbieten das. Doch offenbar reichen auch diese Teile nicht aus, um einen sicheren Flugbetrieb zu garantieren.

Ein vom Telegram-Luftfahrtkanal Aviatorshina veröffentlichter Screenshot einer Information an Pilotinnen und Piloten zeigt, dass mehrere Flugzeuge von Aeroflot mit deaktivierten Bremsen unterwegs sind. Das heißt: Sie bremsen bei der Landung mit Schubumkehr. Ein Großteil der Bremsen, die für zusätzliche Sicherheit sorgen sollten, funktionieren nicht. Das kann dann zum Problem werden, wenn es nass ist, hohe Seitenwinde herrschen oder sonstige Unregelmäßigkeiten aufkommen.

Neun Flugzeuge mit deaktivierten Bremsen

Fünf Boeing 777, zwei Airbus A321 sowie je ein A320 und ein A330 sind derzeit mit deaktivierten Bremsen unterwegs, heißt es in dem Schreiben. Die Flugzeuge vom Typ A320/A321 und A330 können gemäß der Mitteilung zehn Tage lang mit nur einer von vier beziehungsweise acht Bremsen geflogen werden, während die Boeing 777 zehn Tage lang mit nur zwei von zwölf Bremsen geflogen werden kann.

Aeroflot warnt die Crews davor, dass dies bei Landungen gefährlich werden kann. Gerade bei bestimmten Wetterbedingungen bestehe die Gefahr, dass das Flugzeug abdrifte oder über die Landebahn hinausschieße. Die genauen Gründe für die Deaktivierung gibt die Airline nicht an. Doch es kann gut sein, dass man so eine Abnutzung verhindern will, um nicht zu früh auf Ersatzteile zurückzugreifen.

Verliert Russland die Hälfte der Flotte?

Es ist nicht das erste Mal, dass der Ersatzteilmangel sich bemerkbar macht. Fluggesellschaften mussten bereits mehrfach Flugzeuge ausschlachten, um an die nötigen Teile zu kommen. Auch wenn es möglich ist, diese über Umwege zu beschaffen - dauerhaft wird das zum Problem, glauben die Experten der Beratungsfirma Oliver Wyman. Wie die Moscow Times berichtet, könnte Russland aus diesem Grund bis 2026 die Hälfte der gesamten Flugzeugflotte verlieren.

Mehr zum Thema

Ein zerlegtes Triebwerk: Russland importiert trotz westlichen Sanktionen Ersatzteile aus den USA und Europa.

Russische Airlines beschaffen sich westliche Ersatzteile für Millionen Dollar

Der Airbus A320 mit Retrobemalung und dem Kennzeichen RA-73753, hier zu sehen im Jahr 2020, damals noch als VP-BNT.

Aeroflot feiert mit Flügen wie zu Sowjetzeiten

Eine Aeroflot-Maschine im Hangar: Die Fluggesellschaft hat 2022 mehr Flüge durchgeführt als im Vorjahr.

Aeroflot hat Ausgaben für Wartung massiv gekürzt

ticker-russland

Russland plant riesiges Sperrgebiet für Privatflüge

Video

2005: Boeing 737-800 (VH-XZJ) «Mendoowoorrji»
Rund 13 Jahre lang flog die Boeing 737 namens Mendoowoorrji mit einem Aborigine-Kunstwerk auf dem Rumpf um die Welt. Nun wird das Flugzeug von Qantas umlackiert, ganz verschwindet die Geschichte aber nicht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Special Olympics Airlift 2025: Zahlreiche Jets nehmen an der Aktion teil.
Vom 20. bis 26. Juni finden die Special Olympics USA Games statt. Zur Anreise können die Athletinnen und Athleten den Special Olympics Airlift nutzen, bei dem Flugzeugbesitzer ihre Flieger kostenlos zur Verfügung stellen. Erstmals ist auch eine Boeing 777 dabei.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
König Felipe VI. und Prinzessin Leonor: Flogen gemeinsam.
Prinzessin Leonor befindet sich auf der letzten Etappe ihrer militärischen Ausbildung. Ein Höhepunkt folgte nun in San Javier: Die spanische Thronfolgerin flog gemeinsam mit König Felipe VI. in einer Formation – mit einer Pilatus PC-21.
gerard al fil
Gérard Al-Fil