Luftraum über Iran, Irak, Israel am Samstagmorgen (28. Februar) - weitgehend leer.

Folgen für zivile LuftfahrtIsrael, Iran, Bahrain und Doha schließen Lufträume wegen Militärschlägen - Lufthansa streicht Flüge nach Nahost

Aufgrund von Attacken Israels und der USA auf den Iran sowie Gegenangriffen sperren mehrere Staaten ihre Lufträume. Der zivile Flugverkehr über dem Nahen Ostens gerät durcheinander, Flugzeuge müssen auf andere Routen ausweichen. Die Airlines von Lufthansa Group streichen Dutzende Flüge.

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Wegen Militärschlägen Israels und der USA auf Ziele im Iran am Samstagmorgen (28. Februar) haben Israel und Iran ihre Lufträume weitgehend geschlossen. Israel sprach von präventiven Angriffen, es gab Berichte über Explosionen in Teheran und anderen Städten.

Der Iran sperrte seinen Luftraum mindestens bis 13:00 Uhr deutscher Zeit am 28. Februar vollständig. Bereits gestartete Flüge verließen das Land. Israel schloss seinen Luftraum für sämtliche Flüge ohne Sondergenehmigung zunächst bis mindestens 11:00 Uhr.

Ganze Region betroffen im zivilen Luftverkehr

Auch über dem Irak gab es massive Einschränkungen: Flugzeuge verließen den irakischen Luftraum oder kreisten vor dem Einflug. Eine offizielle Notam-Veröffentlichung lag zunächst nicht vor. Solche Maßnahmen sind jedoch bei militärischen Auseinandersetzungen üblich.

Gegen 08:15 Uhr war der Luftraum über Iran, Irak, Jordanien und Israel weitgehend leer, nur wenige Flugzeuge befanden sich noch im Anflug oder wichen auf alternative Routen aus.

Condor-Flug von Stuttgart nach Dubai kehrt um

Um kurz nach 9 Uhr meldete das israelische Militär IDF, nun seien auch auch Raketen aus dem Iran auf Israel abgefeuert worden. Ebenfalls um kurz nach 9 Uhr wurde bekannt, dass auch die Lufträume über Doha und Bahrain nun geschlossen sind. Die Nachrichtenagentur AFP berichtete später, es habe Explosionen in der Nähe eines US-Stützpunktes in Bahrain gegeben. Und die Huthi-Miliz im Jemen kündigte gegenüber der Agentur AP neue Attacken auf den Schiffsverkehr in der Region sowie auf Israel an, um den Iran zu unterstützen.

Gegen 10:15 Uhr kehrte Condor-Flug DE2546 von Stuttgart nach Dubai um, als er sich über dem Kosovo befand. Ein Statement der Airline zu Streichungen lag zunächst noch nicht vor.

Lufthansa Group streicht Flüge nach Nahost

Die Airlines von Lufthansa Group haben zahlreiche Verbindungen vorübergehend gestrichen. Flüge nach Tel Aviv, Beirut, Amman, Erbil und Teheran bleiben bis einschließlich 7. März ausgesetzt. Zudem meiden die Fluggesellschaften bis zu diesem Datum die Lufträume von Israel, Libanon, Jordanien, Irak und Iran. Die Verbindungen nach Dubai und Abu Dhabi werden zunächst bis zum 1. März pausiert.

Die Sicherheit der Besatzungen und Passagiere stehe an erster Stelle. «Auf dieser Basis haben wir den Entscheid getroffen», erklärte Lufthansa-Group-Tochter Swiss. Der ungarische Billigflieger Wizz Air teilte mit, «dass die Fluggesellschaft aufgrund der jüngsten Eskalation der Sicherheitslage im Iran alle Flüge von und nach Israel, Dubai, Abu Dhabi und Amman mit sofortiger Wirkung bis einschließlich 7. März aussetzt».

Aeroflot will weiter nach Teheran fliegen

Aeroflot hat wegen der Luftraumsperrungen mehrere Routen angepasst. Die Verbindung Moskau - Teheran will die russische Nationalairline aber weiterhin einmal wöchentlich durchführen, wie sie betont. Der Einsatz am 5. März hänge von der weiteren Entwicklung ab.

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

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