Schwarzer Bildschirm: So sieht es bald bei TAP aus.

Innovationen von Lufthansa und Co.Schöne neue Unterhaltungswelt

Zunehmende Vernetzung und die Verbreitung von Smartphones und Tablets revolutionieren die Bordunterhaltung. Lufthansa reagiert nun darauf. Andere Airlines nutzen das Ganze, um zu sparen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Der Airbus A350 ist der modernste Flieger in Lufthansas Langstreckenflotte. Die Fluglinie nutzt seine Einführung, um das Unterhaltungsangebot für die Passagiere zu überarbeiten. Dabei setzt sie auf den Trend zum Second Screen. Der Begriff bezieht sich nicht nur auf die Luftfahrt und beschreibt das Phänomen, dass Menschen zunehmend nicht nur einen Bildschirm gleichzeitig nutzen, sondern neben Computer oder Fernseher zum Beispiel noch das Smartphone oder Tablet in Betrieb haben.

Wer künftig mit dem A350 von Lufthansa reist, hat nun die Möglichkeit, seinen zweiten Bildschirm an Bord zu nutzen – schon vor dem Flug. Passagiere können sich die «Companion App» herunterladen. Mit der können sie sich bis zu sechs Wochen im Voraus einen Überblick über das Unterhaltungsprogramm an Bord ihres Fluges schaffen und eine eigene Playlist mit Inhalten erstellen, die sie sich auf der Reise dann ansehen wollen.

Bildschirme in den Sitzen größer

An Bord können die Reisenden dann auf ihrem Telefon oder Tablet parallel zum Bildschirm im Vordersitz Fluginformationen ansehen, im Internet surfen (gegen eine Gebühr) oder sich über die Reisedestination informieren. Wie die Airline mitteilt, werden auch die First Screens, also die Bildschirme im Flugzeug, größer sein als bisher.

Dass Reisende ihre eigenen Geräte mit an Bord bringen, machen sich Fluggesellschaften schon länger zu Nutze. Manche als Zusatzangebot, wie etwa Lufthansas Billigtochter Eurowings, die Passagieren über eine App die Möglichkeit gibt, auch auf Kurz- oder Mittelstrecken Filme zu sehen oder Musik zu hören. Auch die Schweizer Ferienairline Edelweiß bietet ein ähnliches Angebot. Doch man kann mit dem Bring.your-own-device-Trend, wie man ihn in der Branche nennt, auch Geld sparen.

American schafft Bildschirme in der 737 Max ab

Ein Beispiel dafür ist American Airlines. Die US-Fluggesellschaft hat beschlossen, in ihren neuesten Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen vom Typ Boeing 737 Max, die irgendwann in diesem Jahr zur Flotte stoßen, keine Bildschirme in die Sitze einzubauen. Bisher hat sie auch in diesen ein Unterhaltungsangebot. Immerhin dauern auch Inlandsflüge in den USA teilweise mehrere Stunden.

«Über 90 Prozent unserer Passagiere bringen schon jetzt ihre eigenen Geräte mit an Bord», so die Fluggesellschaft in einem Schreiben an ihre Mitarbeiter, das an die Öffentlichkeit geriet. «Diese Telefone und Tablets werden ständig verbessert und vor allem haben unsere Passagiere selbst gewählt, dass sie diese gerne nutzen.»

Besseres Internet, weniger Treibstoffkosten

Man werde also die Qualität des Bord-Internets verbessern, damit Reisende besser und ohne Unterbrechung Filme und Musik streamen können. Bildschirme im Vordersitz brauche es dann nicht mehr. Der Zugang zum American-Unterhaltungssystem mit dem eigenen Gerät soll kostenfrei sein, normaler Internetzugang wird verrechnet. Eine Gebühr steht aber noch nicht fest.

American kann durch den Schritt einiges an Geld einsparen. Wie das Wall Street Journal berichtet, kosten die Bildschirme pro Flugzeug bei einer etwas größeren Boeing 767 drei Millionen Dollar. Die Kosten an zusätzlichem Treibstoff, die durch die zusätzlichen Verkabelungen entstehen, belaufen sich auf 90.000 Dollar pro Jahr. Die 767 ist zwar größer als die 737 Max sein wird, doch die Zahlen zeigen, dass American durch den Schritt einiges an Kosten sparen kann.

[poll id="16"]

Mehr zum Thema

Airbus A350 von Lufthansa: Für kure Zeit auch in Tel Aviv zu sehen.

Der erste Airbus A350 von Lufthansa ist Dahoam

Lufthansa-Jet in Bremen (Archivbild): Die Frankfurt-Flüge kehren zurück.

Lufthansa nimmt Flüge zwischen Bremen und Frankfurt wieder auf

Lufthansa Aviation Center in Frankfurt: Hier werden überproportional Stellen wegfallen.

«Die Antwort wird sich nicht auf magische Weise ändern» - Lufthansa verliert auf X die Geduld mit einem Kunden

ticker lufthansa group

Projekt Nexus: Lufthansa Group prüft mit engere Verzahnung von Lufthansa, City Airlines und Discover

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier