Unglücksflugzeug von Transasia: Das Sicherheitsmanagement der Airline steht in der Kritik.

Bericht nach zwei AbstürzenTrans Asia Airways vernachlässigte Sicherheit

Der taiwanischen Trans Asia Airlines wurden schlampige Sicherheitsprotokolle nachgewiesen. Die Airline will jetzt Berater aus dem Ausland holen, um ihre Prozesse zu überarbeiten.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d) am Flughafen Mallorca

Mallorca
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Spanien
Top jobs
Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Bei der Trans Asia Airways wurde das Sicherheitsmanagement mit Füßen getreten. Zu diesem Ergebnis kommt Taiwans Flugsicherheitsbehörde ASC. Die taiwanesische Airline, die in 18 Monaten zwei Crashs auf Inlandsflügen erlebte, habe die Flugsicherheit vernachlässigt und eine schlampige Sicherheitskultur unter den Piloten ihrer ATR72 zugelassen, so die Behörde in ihrem Abschlussbericht zu Trans Asia Airways Flug 222 ab Kaohsiung,  der am 23. Juli 2014 auf der vor Taiwan liegenden Insel Penghu abstürzte. 48 der 58 Passagiere an Bord kamen ums Leben.

Einen Großteil der Schuld wies die Behörde den Piloten zu, aber die Airline sei auch verantwortlich: «Wir fanden Dutzende mangelhafte Sicherheitsprozesse während der 24 Trans-Asia-Flüge, die wir zwischen dem 4. August und 5. September 2015 inspizierten», sagt ASC-Direktor Thomas Wang. Es gäbe zahlreiche Mängel im Management der Fluglinie, darunter inadäquate Risikomanagement-Prozesse und ineffektive Sicherheits-Meetings.

Flüge nach dem zweiten Trans-Asia-Absturz überprüft

Für eine Überprüfung der Flüge hatte die Behörde sich nach dem zweiten großen Unfall der Fluggesellschaft entschlossen, als im Februar 2015 der Trans Asia Airways Flug 235 nach Kinmen nur wenige Minuten nach dem Start ab Taipehs Songshan Flughafen in einen Fluss stürzte. 43 der 58 Passagiere starben.

Nach dem neuerlichen Absturz gelobte die Fluggesellschaft ihre Pilotenausbildung und ihre Flugpraktiken zu verbessern. Die Sichtverhältnisse müssen jetzt um 50 Prozent höher liegen als die offiziellen Anforderungen der jeweiligen Flughäfen, damit Trans-Asia-Piloten landen dürfen. Das Wetter und schlechte Sicht gelten als Faktoren im Absturz auf Penghu – und der Tower hatte die Piloten nie gewarnt, dass sich die Sicht von den mindestens erforderlichen 1600 Metern auf erst 800 und dann sogar 500 Meter verschlechtert hatte. Die Piloten führten den Landeanflug fort – und das Flugzeug stürzte ab, als sie versuchten, durchzustarten.

Trans Asia Airways will ausländische Experten hinzuholen

Doch der aktuelle Bericht der taiwanesischen Behörden zeigt auf, dass die Bemühungen bislang noch nicht fruchteten. «Die Airline toleriert die Nicht-Befolgung von Prozessen innerhalb ihrer ATR-Flotte», nimmt der Bericht Bezug zur ATR 72, dem in beiden Trans-Asia-Crashs involvierten Flugzeugtypen. «Symptomatisch waren ineffektive Sicherheitschecks und Trainingssysteme mit mangelnder Aufsicht durch das operative Management der Gesellschaft.»

Trans-Asia-Chef Lin Ming-Sheng will nun handeln. Der Manager beteuerte in Folge des niederschmetternden Berichts, ausländische Spezialisten hinzuziehen, die ihre Flugsicherheits-Operationen überarbeiten sollen: «Sicherheit kommt zuerst.»

Mehr zum Thema

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Platz 10: Moskau - St.Petersburg. 117 Flüge pro Tag.

Die zehn verkehrsreichsten Routen der Welt

Shanghai in China: Eines der Asien-Ziele von Lufthansa.

Asien-Flüge machen Lufthansa Sorgen - Strecken stehen auf Prüfstand

Ausgelöste Notrutsche: Der Flug fand nicht statt.

Frau aktiviert versehentlich Notrutsche - und alle steigen aus

Video

Die Boeing 757 von Icelandair: Heikler Tiefflug.
Nach 40 Jahren geht er in Rente. Auf seinem letzten Flug von Frankfurt nach Keflavik wollte der Kapitän einer Boeing 757 etwas Besonderes machen und flog in sehr niedriger Höhe über seine Heimat hinweg. Icelandair ist verärgert und hat die Behörden eingeschaltet.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
etihad airways manchester city
Die Golfairline sponsort den englischen Fußballpokalwettbewerb FA Cup. Emirates ist dadurch auch auf den Trikots präsent. Doch es gibt eine Ausnahme.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Flughafen München steht kurz vor der Eröffnung von Pier 1: Ein Video zeigt den gesamten Bauverlauf.
In München entsteht seit 2019 ein neuer, 95.000 Quadratmeter großer Pier am Terminal 1. Ende April geht der Bau ans Netz. Ein Zeitraffervideo zeigt sieben Jahre Bauarbeiten in 76 Sekunden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies