Letzte Aktualisierung: um 20:38 Uhr
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SAS wendet Insolvenz ab

Die letzte Gewerkschaft stimmte dem Sanierungspaket zu. Die Traditionsairline kann weitermachen. Ein Blick auf die bewegte Geschichte.

Nach Marathonverhandlungen über die Nacht gab es am frühen Montagnachmittag endlich ermutigende Zeichen aus der Sitzung am Flughafen Kopenhagen Kastrup. Es sehe gut aus, verlautete es aus Kreisen von SAS. Um 15 Uhr erklärte Vorstandschef Richard Gustafsson dann, es gebe nun tatsächlich eine Lösung mit allen Gewerkschaften. Als Letzte lenkten die Vertreter des dänischen Kabinenpersonals ein. Sämtliche Arbeitnehmervertreter haben nun dem Krisenplan zugestimmt, welche die Banken zur Bedingung für eine Verlängerung der Kredite gemacht hatten.

Die SAS-Piloten stimmten unter anderem einer durchschnittlichen Verminderung ihres Einkommens um zehn Prozent und der Ausweitung der Arbeitszeit um acht Prozent zu. Die Flugbegleiter verzichten für die nächsten zwei Jahre auf Lohnerhöhungen und pro Jahr durchschnittlich auf zwei Wochen Ferien. Zudem verkauft SAS die Tochtergesellschaft Widerøe und den eigenen Abfertigungsbereich.

Noch nicht alles in Butter

Aus dem Schneider ist SAS damit aber noch nicht. Die Ratingagentur Standard & Poor’s senkte am Montag die Note für die skandinavische Fluglinie auf CCC+. Das heißt, dass das Unternehmen sehr verletzlich ist. Die Krise habe das Vertrauen von Kunden und Zulieferern beschädigt, so die Argumentation der Analysten. Nun beginnt deshalb fürs Management erst recht die Knochenarbeit.

Schauen Sie in unserer Bildergalerie (oben) zurück auf die spannende Geschichte von SAS.



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