Caravelle der Sabena: Ende vor zehn Jahren.

Die letzte Rückkehr von Sabena

Zehn Jahre ist es her, seit die belgische Airline verschwand. Nun kommt es zu einem neuen Prozess um den Konkurs.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

An den Namen mögen sich viele Reisende schon gar nicht mehr erinnern: Sabena oder Société Anonyme Belge d’Exploitation de la Navigation Aérienne, wie die nationale Fluggesellschaft Belgiens früher hieß. Am 7. November 2001 verhängte das Zivilgericht in Brüssel Konkurs über das Unternehmen, nachdem der Mutterkonzern Swissair Group am Ende war und die Anschläge des 11. September für einen dramatischen Rückgang der Passagierzahlen geführt hatten. Die Belgier hatten zuvor Schulden von Hunderten von Millionen Euro angehäuft und ihre Resultate waren miserabel.

Doch nun kehrt die ehemalige belgische Nationalairline nochmals ans Licht der Öffentlichkeit zurück. «Zehn Jahre nach der Pleite von Sabena bleibt uns nur eine Hoffnung. Die Hoffnung, dass wir von der Justiz endlich Antworten erhalten. Wir kämpfen bis zum Schluss, damit die Wahrheit ans Licht kommt», erklärte Ex-Pilot Jacques Lizin gegenüber dem Magazin 7sur7. Er war einer der vielen ehemaligen Angestellten von Sabena, die am Sonntag vor Wochenfrist (6. November) an den Brüsseler Flughafen gekommen waren um zu demonstrieren. Groß war die Schar nicht mehr. Einige Dutzend Menschen hatten sich im Terminal versammelt. Sie trugen ihre alten Uniformen. Sie protestieren aber nicht nur, einige der Ex-Angestellten führen in den nächsten Wochen auch ein Muscial über ihre Airline auf. 7000 Menschen verloren beim Konkurs ihre Stelle.

Vier Manager vor Gericht

Nun wird der Wunsch der Demonstranten Wirklichkeit. Das Berufungsgericht in Brüssel entschied am Donnerstag (10. November), dass vier Verantwortliche von Sabena zurück vor den Richter müssen. Dabei geht es um den Vorwurf des Betrugs über eine Offshore-Gesellschaft auf den Bermudas. In ihr war eine nicht offengelegte Beteiligung an einem Hotel in Ruanda parkiert worden. Zurück vor den Richter müssen der ehemalige Airline-Chef Pierre Godfroid sowie die Manager Patrick Du Bois, Jan Ghyssaert und Gery Daeninck.

Mehr zum Thema

aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «Das Flugzeug war irgendwann nicht mehr kontrollierbar.»

«Da gab es keine Chance mehr»: Wie Swissair-Flug SR111 die Luftfahrt veränderte

ticker-swissair

Film über Swissair-Unglücksflug SR111 feiert im September Premiere in Zürich

Bild des Wracks: Aggressive Quaggamuscheln haben es in 210 Meter Tiefe geschafft.

Menschliche Überreste bei Swissair-Wrack im Bodensee gefunden

ZDF Heute lässt Swissair als Lufthansa-Tochter aufleben

ZDF Heute lässt Swissair als Lufthansa-Tochter aufleben

Video

Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies