Airbus A321 Neo: Möchte S7 Airlines so schnell nicht drauf verzichten.

RusslandS7 zeigt Interesse an Irkut MS-21 - doch bremst zugleich

Die private russische Fluglinie ist der Irkut MS-21 gegenüber nicht abgeneigt. Doch aus Sicht der S7-Chefin werden auch Jets von Airbus und Boeing noch lange benötigt.

Top-Jobs

aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Die Flotte von S7 Airlines besteht aus Jets von drei ausländischen Herstellern. Die private russische Fluglinie fliegt aktuell mit Airbus A320 und A321 jeweils in Ceo- und Neo-Version, sie betreibt Boeing 737-800 und hat Boeing 737 Max an den Leasinggeber zurückgehen lassen, und sie setzt Embraer E170 ein. Ihre Tochter-Airline Globus fliegt zudem mit Airbus A319 für S7.

Laut dem Luftfahrtdaten-Portal CH Aviation kommt die Fluggesellschaft derzeit auf 90 aktive und 16 inaktive Flugzeuge. Doch seit dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine und den folgenden westlichen Sanktion können Airlines in Russland keine Ersatzteile mehr beziehen für Flieger aus Europa und den USA. Zugleich macht der Staat Druck, damit die heimischen Fluglinien in Flieger aus russischer Produktion investieren.

Massenproduktion für S7-Chefin noch nicht in Sicht

Unter diesen Vorzeichen sagt jetzt Tatyana Fileva, Chefin und Miteigentümerin der S7-Gruppe, man habe durchaus Interesse daran, die Irkut MS-21 zu bestellen. Zugleich tritt sie auf die Bremse. Der Hersteller habe zwar den Start für 2025 angekündigt, doch dann werde die Produktion noch minimal sein und müsse erst hochgefahren werden. Massenproduktion sei noch nicht abzusehen, so Fileva laut der Nachrichtenagentur Interfax.

«Natürlich werden sie die Produktion starten, es wird nur langsam geschehen», so die Unternehmerin. In Russland gebe es alleine rund 600 Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge, die meisten davon von ausländischen Herstellern. Und diese ausländischen Flugzeuge würden auch in den nächsten 10 bis 15 Jahren in Russland fliegen müssen, solange die russische Produktion hochgefahren werde.

Das ist der Zeitplan von Irkut und Rostec

Irkut muss aufgrund der Sanktionen westliche Teile im Kurz- und Mittelstreckenjet MS-21 ersetzen. Kürzlich ist der zweite Testflieger mit russischen PD-14-Triebwerken abgehoben. Im April kündigte der Hersteller an, er plane für 2025 eine Produktionsrate von 36 MS-21 - allerdings pro Jahr, nicht pro Monat.

Dachkonzern Rostec erklärte kürzlich, dass die ersten sechs MS-21 mit PD-14-Triebwerken noch 2024 ausgeliefert werden soll, voraussichtlich an Aeroflot-Tochter Rossiya. Der stellvertretende Ministerpräsident und Industrieminister Denis Manturov sagte, eine soweit wie möglich rein russische Version der MS-21 solle erstmals 2025 an Kunden übergeben werden. Rostec plant, dass bis zum Jahr 2030, schon 270 der Flieger bei den Kunden sind.

Mehr zum Thema

Irkut MS-21-310, hier zu sehen in Dubai: Angetrieben vom russischen PD-14.

Irkut ersetzt westliche Komponenten der MS-21

Irkut-MS-21-Testflieger mit dem PD-14: Jetzt gibt es keine Alternative mehr zum russischen Triebwerk.

Russland muss Start der Irkut MS-21 verschieben

S7 Airlines gibt zwei Boeing 737 Max an Leasinggeber in den USA zurück

S7 Airlines gibt zwei Boeing 737 Max an Leasinggeber in den USA zurück

Eine Visualisierung aus dem März 2025: Airbus hat die Details seither verändert.

Airbus plant erstmals ein Flugzeug mit nur 80 Plätzen

Video

air new zealand syknest
Air New Zealand verschiebt den Start ihrer Schlafkojen für die Economy Class abermals. Eigentlich sollte Syknest 2026 endlich in der Boeing 787 abheben. Doch noch fehlt die Zertifizierung - da erneut eine Behörde bei der Zulassung nicht hinterherkommt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack