Jet von Ryanair: Mehr Zeit für Passagiere mit Reservierung.

Neue EinnahmemöglichkeitenRyanair will in zehn Jahren Gratisflüge bieten

Schon jetzt unterbietet Ryanair den Großteil ihrer Konkurrenten bei den Ticketpreisen. Geht es nach dem Chef Michael O'Leary, dann liegt aber noch viel mehr drin.

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Michael O'Leary hat einen Zukunftstraum. Und wenn er den umsetzt, dürfte er ziemlich viele Passagiere sehr glücklich machen. «Ich habe diese Vision, dass Ryanair-Flüge in den nächsten fünf bis zehn Jahren kostenlos sein könnten», sagte der Chef der irischen Billigairline diese Woche bei einem Flughafenkongress in London.

Wie das funktionieren soll? O'Leary stellt sich vor, dass die Flughäfen alle Einnahmen, die sie aus den Ryanair-Passagieren erzielen, mit der Fluglinie teilen. «Wenn Ryanair gratis ist, sind die Flüge voll und wir teilen den Umsatz des Airports, der ganzen Geschäfte und Restaurants, welche die Reisenden nutzen.» Er sei sich ziemlich sicher, dass es so weit kommen werde und man Aktionspreise dann statt auf neun Euro auf null Euro senken könne.

Gute Deals von Flughäfen

Dabei helfen würden auch die guten Deals, die ihm einige der größeren Flughäfen inzwischen anbieten. Zuletzt hat sich das etwa gezeigt, als Ryanair wegen eines besonders guten Angebots beschloss, in Frankfurt am Main eine Basis zu eröffnen und Lufthansa so anzugreifen. Dass die Tarife bei großen Drehkreuzen wie Frankfurt oder Heathrow ganz auf null fallen könnten, hält er aber weiter für unwahrscheinlich.

Auch wenn die Tickets noch nicht gratis sind –O'Leary hat schon länger angedeutet, dass sie im kommenden Jahr weiter fallen dürften. 46 Euro kostete ein Ryanair-Ticket im Schnitt im vergangenen Jahr, inklusive eines Gepäckstücks. In diesem Jahr dürften sie noch einmal 10 bis 15 Prozent tiefer liegen.

Geld mit Glückspiel

Gratisflüge hatte O'Leary bereits vor zehn Jahren einmal angekündigt. Damals erklärte er, Ryanair werde Glücksspiel an Bord anbieten und so sein Geld machen. Dazu kam es aber nie.

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