Strand auf Ibiza: Im Winter nur via Spanien erreichbar.

Ibiza ohne Direktflüge

Die Regierung der Insel strich alle Airline-Subventionen. Im Gegenzug nahm Ryanair alle Flüge aus dem Winterflugplan.

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Nicht weniger als 1,1 Millionen Euro zahlte die Regionalregierung von Ibiza der irischen Fluggesellschaft in den vergangenen drei Jahren als direkte Zuschüsse. Als Gegenleistung bot Ryanair auch im Winter Flüge von Großbritannien, Italien und Deutschland auf die Ferieninsel im Mittelmeer an. Doch die Hoffnungen der Politiker haben sich nicht erfüllt. «Wir haben beschlossen damit aufzuhören als wir sahen, dass das Geld in den drei Jahren nicht zu einer erhöhten Anzahl von geöffneten Ferienanlagen im Winter führte», erklärte Tourismusministerin Carmen Ferrer in der Zeitung Diario de Ibiza.

Die Maßnahme der neugewählten Regionalregierung führt nun dazu, dass die Baleareninsel ab Dezember keinerlei Direktverbindungen mehr zum europäischen Kontinent hat - außer denen nach Spanien. Die Opposition kritisierte die Maßnahme heftig. In den drei Jahren habe man durchaus positive Effekte gesehen. Die Zahl der Reisenden am Flughafen von Ibiza sei kräftig gestiegen. Doch die Regierung bekommt Unterstützung von unerwarteter Seite. «Diese Subventionen sind nicht nachhaltig. Wenn diese Gesellschaften sie nicht mehr bekommen, ziehen sie sich zurück», erklärte Air-Berlin-Spanienchef Álvaro Middelmann dem Diario de Ibiza. Und wenn es dann soweit sei, erpressten sie die Politik. Das sei «pure Spekulation» seitens dieser Fluggesellschaften.

Aufwind für Mallorca

Doch die Opposition lässt nicht locker und schürt die Rivalität zur Nachbarinsel. Der Abbau «hilft Mallorca», sagte Xico Tarrés, Fraktionssprecher der Partei PSOE-Pacte. Dort gebe es im Winter nicht weniger als 27 internationale Verbindungen in acht europäische Länder. In Ibiza null. Nun müssten 40 Prozent der Wintertouristen umsteigen, wenn sie nach Ibiza kämen. Er zweifelt jedoch, dass sie das überhaupt noch tun. Der Politiker wies darauf hin, dass Ibiza gerade erstmals deutlich stärkere Zahlen im Tourismus ausgewiesen habe als Mallorca. Das sei nun gefährdet.

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