Ryanair-Jet: Marokko ist zu teuer.

Ryanair lässt Marokko fallen

Das nordafrikanische Land erhebt eine neue Steuer auf Flugtickets. Den Airlines passt das nicht. Gemäß Medienberichten soll Ryanair 30 Strecken nach Marokko einstellen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

100 Dirham oder umgerechnet 9 Euro zahlen Economy-Passagiere, 400 Dirham Reisende der Premium-Klassen. Taxe aérienne pour la solidarité et la promotion touristique oder «Luftfahrt-Solidaritätssteuer zur Promotion des Tourismus» wird die neue Abgabe genannt, welche Marokko auf den 1. April einführt. Insgesamt 90 Millionen Euro soll sie jährlich einbringen.

Doch Ryanair gefällt diese Art der Solidarität gar nicht. Man werde die Entscheidung nicht unterstützen, weil man den Betrag weder auf die Tickets aufschlagen noch selbst zahlen wolle, heißt es von der irischen Billigairline. Daher stellt sie rund dreißig Flüge nach Marokko ein, wie die Fluggesellschaft gemäß lokalen Medienberichten ankündigte. Eine Sprecherin von Ryanair sagt aber zu aeroTELEGRAPH: «Ryanairs Sommerflugplan ist noch nicht finalisiert und daher sind noch keine Frequenzänderungen beziehungsweise Streckenstreichungen bestätigt.»

Wichtige Touristengruppe

Für das afrikanische Land ist der Verlust spürbar. Beobachter gehen davon aus, dass Ryanair das ausnutzt, um die marokkanische Regierung in die Knie zu zwingen. Die Fluggesellschaft ist dafür bekannt, dass sie nicht lange diskutiert, wenn es um Preiserhöhungen geht. Schon von zahlreichen anderen Zielen zog sie sich wegen zu hoher Kosten zurück.

In Marokko befürchten nun Branchenexperten, dass sich auch andere Fluggesellschaften für ähnliche Schritte entscheiden. Auch die britische Konkurrentin Easyjet zieht sich denn teilweise zurück. Sie streicht auf den Sommer die Flüge nach Fès und Tanger. Die Passagiere aus Großbritannien sind aber unverzichtbar für Marokkos Tourismussektor. An einigen Flughäfen machen sie bis zu 90 Prozent der internationalen Ankünfte aus, in Marrakesch sind es noch ganze 70 Prozent. Würden diese plötzlich wegfallen, wäre das desaströs.

Mehr zum Thema

Eurowings Airbus A321 Neo am BER: Im Winter hat Eurowings elf Flugzeuge am BER.

Eurowings will Lücken schließen, die Ryanair in Berlin hinterlässt

ticker-ryanair

Ryanair steigert Jahresgewinn um 40 Prozent und will in Albanien, Italien, Marokko, der Slowakei und Schweden wachsen

ticker-ryanair

Ryanair erhöht Bonus fürs Aufspüren von zu großem Gepäck

ticker-spanien

Spanien, Italien und Griechenland treiben Wachstum im europäischen Flugmarkt

Video

sicherheitsroboter flughafen hamburg
Sie rollen selbstständig und suchen nach Schäden und Manipulationen am Flughafenzaun: Der Airport Hamburg testet selbstfahrende Roboter für die Sicherheit am Flughafen.
Timo Nowack
Timo Nowack
kuwait airport
Nach einem iranischen Drohnenangriff musste Kuwait den kommerziellen Flugverkehr am Mittwoch vorübergehend einstellen. Der internationale Flughafen des Landes wurde schwer beschädigt, mindestens ein Menschen wurde getötet, viele weitere verletzt.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
airbus a350 1000 ulr
Qantas will mit diesem Flugzeug von Sydney nach London fliegen. Jetzt ist erstmals ein Airbus A350-1000 ULR abgehoben. Der Ultra-Langstreckenjet absolvierte etliche Tests.
Timo Nowack
Timo Nowack