Flugzeug von Ryanair: Am Freitag bleiben etliche am Boden.

Flugausfälle am FreitagDeutsche Ryanair-Piloten beteiligen sich am Streik

In mehreren Ländern streiken am Freitag Kabinencrews der Billigairline. Nun sind auch die deutschen Piloten zum Streik aufgerufen. Ryanair attackiert die Konkurrenz.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Früher stichelte Ryanair gerne gegen Lufthansa, indem sie ihr die Streiks unter die Nase rieb, unter denen die deutsche Fluglinie litt. Jetzt erlebt der Billigflieger selber eine Arbeitsniederlegung nach der anderen. So rief die Vereinigung Cockpit am Mittwoch alle festangestellten Piloten an deutschen Ryanair-Standorten dazu auf, am Freitag (28. September) ab 3 Uhr nachts die Arbeit für 24 Stunden niederzulegen.

Die irische Fluggesellschaft hatte bereits am Dienstag mitgeteilt, dass sie für Freitag 190 ihrer Linienflüge und damit 8 Prozent des gesamten Angebotes streicht. Grund seien «unnötige Streiks einer kleinen Minderheit von Flugbegleitern in Spanien, Belgien, Holland, Portugal, Italien und Deutschland», schrieb Ryanair.

«Despotisch agierender Chef»

Dabei attackierte der Billigflieger die Konkurrenz. Die Gewerkschaften hätten auf Geheiß von Angestellten konkurrierender Fluglinien zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, so Ryanair. «In Spanien lenkt ein Norwegian-Kabinencrew-Mitglied in Alicante den Streik, in Portugal ruft eine Tap-Kabinenbesatzung ohne Unterstützung unserer portugiesischen Kabinencrews zum Streiks auf, und in Italien, wo Ryanair gestern ein Abkommen mit den drei wichtigsten Kabinencrew-Gewerkschaften unterzeichnet hat, wurde der drohende Streik von einer winzigen Gewerkschaft ausgerufen, die unter unserer italienischen Kabinenbesatzung keine Anerkennung oder Unterstützung hat», polterte die irische Fluggesellschaft. Weiter heißt es, in Deutschland würden die aufrufenden Gewerkschaften von Eurowings-Piloten geführt, in den Niederlanden von KLM-Piloten.

Die Vereinigung Cockpit hält nun dagegen: «Es ist unverfroren, den Eindruck zu erwecken, Ryanair-Personal sei fremdgesteuert», sagte Ingolf Schumacher, bei der Pilotengewerkschaft für Tarifpolitik zuständig. «Dies ist ein weiteres Beispiel für die verquere Sichtweise des despotisch agierenden Chefs.»

Auch Verdi ruft nun auf

Am Donnerstagnachmittag rief auch Verdi die rund 1000 in Deutschland beschäftigten Ryanair-Flugbegleiter für Freitag zum Ausstand auf. Zuvor hatte die Gewerkschaft noch die Ergebnisse der Verhandlungen mit der Airline ausgewertet. Dann hieß es, dass auch nach vier Verhandlungsrunden kein zufriedenstellendes Angebot vorliege. «Zu wenig Geld, eine lange Laufzeit über vier Jahre, die Ungleichbehandlung von Ryanair-Beschäftigten und Leiharbeitnehmer/innen sowie die Absage Ryanairs an eine Personalvertretung» hätten dazu geführt, dass man das Angebot als nicht annehmbar abgelehnt habe, so Verdi.

Mehr zum Thema

Streikende Flugbegleiter von Ryanair in Frankfurt: Unzufrieden mit den Konditionen.

Ryanair droht Streikenden mit massivem Lohnabzug

Boeing 737 von Ryanair: Kommt doch nicht nach Zürich.

Ryanair droht mit Abbau in Deutschland

Flugzeug von Ryanair: Am Freitag bleiben etliche am Boden.

Deutsche Ryanair-Piloten streiken für 24 Stunden

Leitwerk einer Boeing 737 von Ryanair: AM BER bald nicht mehr zu sehen.

Ryanair macht den Abflug in Berlin

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg