Kein Fan des Kolektivvertrages: Michael O'Leary

Michael O'Leary zieht sich zurück

Ryanair will ein neues Image und neue Kunden. Dafür wirft die Billigairline vieles über Bord, was sie ausmachte. Auch der Chef muss sich ändern.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

«Die Deutschen würden für niedrige Preise splitternackt über Glassplitter kriechen!» - für solche Aussagen ist Ryanair-Chef Michael O'Leary bekannt. Der Hau-drauf-Manager machte mit seinen derben Sprüchen seit mehr als zwanzig Jahren einen großen Teil der öffentlichen Wahrnehmung von Ryanair aus. Und genau deshalb wird er ihr nun zum Problem. O'Leary erkennt das selbst. «Ich bin momentan im Weg», gab er kürzlich in einem Fernsehinterview zu. Damit Ryanair die vor wenigen Wochen eingeschlagene, neue Strategie erfolgreich umsetzen könne, werde er sich zurück ziehen.

Konzernchef wird O'Leary auch in Zukunft bleiben. Nur das Rampenlicht will der 52-Jährige in Zukunft meiden, «um die Leute nicht mehr so anzupissen», so seine deutliche Begründung. Das dürfte nötig sein. Denn bisher setzte die irische Fluglinie hauptsächlich auf Kundschaft, die für billige Tickets auch einiges an Komfort und Freundlichkeit aufzugeben bereit war. Der Ruf war egal. Nach zwei Gewinnwarnungen diesen Sommer kam der Strategiewechsel.

Drastischer Strategiewechsel

Plötzlich ist alles anders bei Ryanair. Umbuchungsmöglichkeiten, mehr Gepäckstücke, eine Freundlichkeitsoffensive sowie eine neue und verständlichere Internetseite – das waren nur die ersten Schritte eines größeren Planes. Wie die Iren am Mittwoch (27. November) mitteilte, ändert sie auch die Strategie, auf kleine und Regionalflughäfen zu setzen. In den kommenden fünf Jahren will Ryanair sich auch an den großen europäischen Standorten breit machen, kündigte O'Leary an. Mit Barcelona, Rom und Brüssel Zaventem traf der Billigflieger bereits Vereinbarungen. Weitere wichtige Drehkreuze sollen folgen.

So hofft man, in Zukunft auch mehr Geschäftskunden als Passagiere gewinnen zu können, denen in vielen Fällen die Reise an einen Provinzflughafen zu weit wäre. Die wichtigsten Drehkreuze Europas will Ryanair aber weiterhin nicht anfliegen. Frankfurt am Main, Paris Charles de Gaulle und London Heathrow schloss Michael O'Leary als potenzielle Ryanair-Ziele schon im Vorfeld aus. Zu verstopft, zu teuer.

Mehr zum Thema

ticker-ryanair

Abbau von Ryanair in Griechenland: Diese Strecken nach Deutschland und Österreich fallen weg

ticker-unruly-passenger

Pöbelpassagier muss 4000 Euro Strafe zahlen

ticker-ryanair

Ryanair schließt Basis in Thessaloniki und kürzt Angebot in Griechenland 45 Prozent

ticker-unruly-passenger

Französisches Gericht verurteilt Pöbelpassagiere - zehn Monate Haft auf Bewährung und Geldstrafe

Video

copa airlines muttertag
Wo können Mutter und Kind den Muttertag am besten verbringen? Im Cockpit, war die Antwort der Familie Freitas bei Copa Airlines.
Timo Nowack
Timo Nowack
03cb5639-a63e-4644-b420-139634c38344
Die abgelegenste bewohnte Insel der Welt kämpft mit der Angst vor einem Hantavirus-Ausbruch. Nun warf ein britischer Airbus A400 M medizinisches Material über Tristan da Cunha ab – begleitet von Fallschirmjägern und Notfallmedizinern.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Der Airbus A321 Neo von Frontier: Die Passagiere verließen das Flugzeug über die Notrutschen.
Dramatische Szenen am Flughafen Denver: Ein Airbus A321 Neo von Frontier Airlines stoppte den Startlauf abrupt, nachdem das Flugzeug eine Person auf der Piste erfasst hatte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin