Kein Fan des Kolektivvertrages: Michael O'Leary

Michael O'Leary zieht sich zurück

Ryanair will ein neues Image und neue Kunden. Dafür wirft die Billigairline vieles über Bord, was sie ausmachte. Auch der Chef muss sich ändern.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Inflight Service Personnel (M/F/D)

Feste Anstellung
Business Aviation
Goldeck-Flug GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Wien/LOWW/VIE
Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs

«Die Deutschen würden für niedrige Preise splitternackt über Glassplitter kriechen!» - für solche Aussagen ist Ryanair-Chef Michael O'Leary bekannt. Der Hau-drauf-Manager machte mit seinen derben Sprüchen seit mehr als zwanzig Jahren einen großen Teil der öffentlichen Wahrnehmung von Ryanair aus. Und genau deshalb wird er ihr nun zum Problem. O'Leary erkennt das selbst. «Ich bin momentan im Weg», gab er kürzlich in einem Fernsehinterview zu. Damit Ryanair die vor wenigen Wochen eingeschlagene, neue Strategie erfolgreich umsetzen könne, werde er sich zurück ziehen.

Konzernchef wird O'Leary auch in Zukunft bleiben. Nur das Rampenlicht will der 52-Jährige in Zukunft meiden, «um die Leute nicht mehr so anzupissen», so seine deutliche Begründung. Das dürfte nötig sein. Denn bisher setzte die irische Fluglinie hauptsächlich auf Kundschaft, die für billige Tickets auch einiges an Komfort und Freundlichkeit aufzugeben bereit war. Der Ruf war egal. Nach zwei Gewinnwarnungen diesen Sommer kam der Strategiewechsel.

Drastischer Strategiewechsel

Plötzlich ist alles anders bei Ryanair. Umbuchungsmöglichkeiten, mehr Gepäckstücke, eine Freundlichkeitsoffensive sowie eine neue und verständlichere Internetseite – das waren nur die ersten Schritte eines größeren Planes. Wie die Iren am Mittwoch (27. November) mitteilte, ändert sie auch die Strategie, auf kleine und Regionalflughäfen zu setzen. In den kommenden fünf Jahren will Ryanair sich auch an den großen europäischen Standorten breit machen, kündigte O'Leary an. Mit Barcelona, Rom und Brüssel Zaventem traf der Billigflieger bereits Vereinbarungen. Weitere wichtige Drehkreuze sollen folgen.

So hofft man, in Zukunft auch mehr Geschäftskunden als Passagiere gewinnen zu können, denen in vielen Fällen die Reise an einen Provinzflughafen zu weit wäre. Die wichtigsten Drehkreuze Europas will Ryanair aber weiterhin nicht anfliegen. Frankfurt am Main, Paris Charles de Gaulle und London Heathrow schloss Michael O'Leary als potenzielle Ryanair-Ziele schon im Vorfeld aus. Zu verstopft, zu teuer.

Mehr zum Thema

Boeing 737 Max von Ryanair: Ohne Internet unterwegs.

Michael O'Leary kritisiert Starlink - Elon Musk pöbelt zurück

ticker-ryanair

Vor allem Köln, Weeze, Memmingen und Bremen: Ryanair kündigt für Sommer 2026 elf neue Strecken ab Deutschland an

ticker-ryanair

Boeing 737 von Ryanair flog trotz Schaden an Triebwerksverkleidung weiter

ticker-ryanair

Nachtflugverbot in Berlin beeinträchtigt drei Flüge - Ryanair wieder sauer

Video

airbus a330 antarktis
Im vergangenen Dezember landete erstmals ein Airbus A330 in der Antarktis. Jetzt gibt es reichlich Einblicke ins Cockpit während dieses Fluges.
Timo Nowack
Timo Nowack
Das Wrack der Beechcraft 1900 von Satena: Liegt in schwierigem Gelände.
Im Nordosten Kolumbiens ist eine Beechcraft 1900 auf dem Weg nach Ocaña abgestürzt. Alle 15 Menschen an Bord des Flugzeuges der Staatsairline Satena kamen ums Leben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack