Crew von Red Wings: Junge Männer dürfen bei Flügen ins Ausland oftmals nicht mehr an Bord.

Flüge verspätetRusslands Behörden stoppen Crews wegen Teilmobilisierung

Am Wochenende waren diverse Urlaubsflüge von russischen Städten in den Süden stundenlang verspätet. Der Grund ist, dass die Behörden männliche Besatzungsmitglieder an der Ausreise hinderten.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Auf die Teilmobilisierung von Präsident Vladimir Putin reagieren junge Russen in Scharen mit der Ausreise. Gegen 400.000 Männer sollen das Land gemäß neuesten Schätzungen schon verlassen haben. An den Landgrenzen zu Finnland, Kasachstan und Georgien bildeten sich lange Schlangen.

In den sieben Tagen nach dem Befehl zur Einberufung am 21. September stiegen Flugbuchungen von Russland ins Ausland im Vergleich zur Woche davor um 27 Prozent. Der Anteil der einfachen Tickets stieg von 47 Prozent auf 73 Prozent, wie Zahlen des Analysehauses Forward Keys zeigen. Nach Tiflis steigen die Buchungen um 654 Prozent, nach Almaty um 435, nach Belgrad um 206, nach Baku um 201, nach Astana um 187, nach Bishkek um 149, nach Istanbul um 128, nach Tel Aviv um 127, nach Dubai um 104 und nach Eriwan um 94 Prozent.

Männer mit Ausreiseverbot belegt

Die russischen Behörden versuchen den Exodus zu stoppen. Das führte am vergangenen Wochenende auch dazu, dass auf den Flughäfen von Jekaterinburg, Nishni Novgorod, Sochi und Ufa mehrere Flüge zu ausländischen Urlaubszielen erst mit mehreren Stunden Verspätungen abheben konnten. Der Grund sei, dass einige Besatzungsmitglieder von ihrem Flug abgezogen worden seien, berichtet der Verband der russischen Reiseveranstalter Atos.

Die Behörden hätten die Männer mit einem Ausreiseverbot belegt. Die Verspätungen betrugen teilweise bis zu 24 Stunden. Denn Ersatzbesatzungen konnten die Fluglinien nicht immer sofort aufbieten. Betroffen waren unter anderem Flüge nach Antalya und Eriwan.

Piloten von Red Wings dürfen nicht mehr ins Ausland

Eine Fluggesellschaft hat bereits zuvor reagiert. Red Wings hat beschlossen, Piloten unter 35 Jahren nicht mehr auf internationalen Flügen einzusetzen. So kann sie Situationen mit fesgehaltenen Besatzungsmitgliedern kurz vor dem Abflug verhindern.

Die Branche befürchtet durch die Teilmobilisierung generell einen Aderlass. Bis zur Hälfte der Angestellten könnten Aeroflot und Co. verlieren. Aber auch Verwaltungsmitarbeiter und Informatiker sind gefährdet. Airlines versuchen deshalb, eine Ausnahmeregelung zu erhalten, um nicht ernsthafte betriebliche Probleme wegen Personalmangels zu bekommen.

Mehr zum Thema

Aeroflot-Cockpit: Fehlt bald das Personal?

Aeroflot droht Hälfte des männlichen Personals an die Armee zu verlieren

Airbus A321 Neo mit dem Kennzeichen VP-BXT (hier noch zu sehen vor der Auslieferung und daher auch mit deutschen Testkennzeichen): Hat kein Lufttüchtigkeitszeugnis mehr.

Russen wollen nicht in den Krieg - Flüge ausverkauft

Airbus A350 von Aeroflot: Muss im Ausland gewartet werden.

Aeroflot schlachtet neuen Airbus A350 für Ersatzteile aus

Boeing 777 von Nordwind Airlines: Fliegt eher leer nach Nordkorea.

Flüge von Moskau nach Pjöngjang bleiben praktisch leer

Video

copa airlines muttertag
Wo können Mutter und Kind den Muttertag am besten verbringen? Im Cockpit, war die Antwort der Familie Freitas bei Copa Airlines.
Timo Nowack
Timo Nowack
03cb5639-a63e-4644-b420-139634c38344
Die abgelegenste bewohnte Insel der Welt kämpft mit der Angst vor einem Hantavirus-Ausbruch. Nun warf ein britischer Airbus A400 M medizinisches Material über Tristan da Cunha ab – begleitet von Fallschirmjägern und Notfallmedizinern.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Der Airbus A321 Neo von Frontier: Die Passagiere verließen das Flugzeug über die Notrutschen.
Dramatische Szenen am Flughafen Denver: Ein Airbus A321 Neo von Frontier Airlines stoppte den Startlauf abrupt, nachdem das Flugzeug eine Person auf der Piste erfasst hatte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin