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Hochfahren der Produktion

Russland und Qatar-Streit gefährden A350-Plan von Airbus

13 Airbus A350 an Aeroflot und 23 an Qatar Airways wurden noch nicht ausgeliefert. Das könnte dem Flugzeugbauer einen Strich durch die Produktionspläne machen.

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Aeroflot

Airbus A350 von Aeroflot: Mehr erhält die Airline erstmal nicht.

Eigentlich hatte Airbus noch im Februar zuversichtlich geklungen, was die Pläne für die Produktion des Airbus A350 angeht. Von aktuell fünf wollte der Flugzeugbauer die Produktionsrate Anfang 2023 auf sechs erhöhen. Doch daraus wird vorerst nichts, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf interne Quellen.

Ein Airbus-Sprecher sagte gegenüber Bloomberg zwar, dass man 2023 die Produktion weiterhin hochfahren wolle. Doch vom Jahresbeginn ist keine Rede mehr. Dafür gibt es gute Gründe. Einer davon ist die Invasion Russlands in der Ukraine und die daraus resultierenden Sanktionen. Sie verbieten Airbus die Auslieferung nach Russland

Langsamere Erholung

13 der von der staatlichen Aeroflot bestellten A350 sind bislang nicht ausgeliefert. Und es sieht auch nicht so aus, als würde Airbus bald die Gelegenheit dazu bekommen. Hinzu kommt, dass durch den Krieg auch bis zur Rückkehr der Langstrecken-Nachfrage auf das Vor-Pandemie-Niveau noch länger dauern dürfte. Auch das dämpft die Aussichten auf höhere Produktionsraten.

Und dann gibt es noch einen Grund abseits des Krieges: Der Streit von Airbus mit Qatar Airways über fehlerhafte Lackierungen an den Airbus A350. Wie die Nachrichtenagenturen Reuters und Bloomberg übereinstimmend berichten, hat Airbus die Auslieferung eines dritten A350 an Qatar Airways storniert.

Streit eskaliert immer weiter

Hintergrund ist der seit Monaten schwelende Streit zwischen den beiden Unternehmen. Qatar Airways wirft Airbus inzwischen vor, die Probleme mit dem Lack könnten zum Ausbruch von Feuern im Treibstofftank führen. Airbus weist das vehement von sich. Beide Firmen haben sich gegenseitig vor verschiedenen Gerichten verklagt. Auch in dieser Sache sieht es also nicht so aus, als würde es bald zu einer Lösung kommen.

Und nur wenn zumindest eines der beiden Probleme sich löst, so die Quelle zu Bloomberg, wäre eine Rate von sechs Langstreckenjets Anfang 2023 noch realistisch.



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