Ryanair-Jet: Bald auch innerhalb von Russland unterwegs?

Russland: Weg frei für Ryanair & Co.

Moskau will seinen Himmel für ausländische Billiganbieter öffnen. Das soll den Wettbewerb ankurbeln und die Ticketpreise drücken.

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Es sind überraschende Worte aus der russischen Wettbewerbsbehörde. Man ziehe sehr ernsthaft in Betracht, die Inlandsrouten für Konkurrenz aus dem Ausland zu öffnen, erklärte Leiter Igor Artemjew laut der Nachrichtenagentur Ria Novosti am Dienstag (16. Oktober) in Moskau. Die Regierung will damit den Wettbewerb unter den Fluggesellschaften ankurbeln und so dafür sorgen, dass die Tickets billiger werden. «Die Frage der Einladung ausländischer Billigairlines und der Entwicklung einer Infrastruktur zur Schaffung russischer Lowcost-Anbieter wird sehr aktiv diskutiert», so Artemjew.

Gleichzeitig sollen die Kosten für die Airlines sinken. So soll auch der Wettbewerb zwischen Flughafendienstleistern gesteigert werden. Dies gilt besonders der Betankungsunternehmen. Künftig soll es an allen größeren Flughäfen mindestens zwei, teils gar drei von ihnen geben. Kürzlich warnten die russische Fluglinien, dass ein Großteil von ihnen aufgrund der hohen Betriebskosten kurz vor dem Bankrott stehe. Rund 360 Millionen Euro an Verlusten hatten die größten 35 Fluglinien des Landes im vergangenen Jahr angesammelt. 22 der 35 Fluglinien steckten in den roten Zahlen.

Ausländische Piloten erlaubt

Als Hauptgrund nannte der Luftfahrtverband in Russland die hohen Betriebskosten sowie den hohen Kerosinpreis. Die Kosten für Service am Boden seien in den letzten fünf Jahren um über 100 Prozent angestiegen, die für Treibstoff um etwa 30 Prozent. Das bekamen in der Folge auch die Passagiere über hohe Ticketpreise zu spüren. Diese seien um rund 12 Prozent geklettert. Neben den geplanten Änderungen arbeitet man offenbar auch an einem Gesetz, das ausländischen Piloten erlauben soll, in Russland hin und her zu fliegen. Bisher ist ihnen dort nur Start und Landung erlaubt.

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